154 ensimmäistä riviä.
ALTE ERINNERUNGEN
Ich wurde auf einem kleinen Bauerngut im nördlichen Teil
der Mauer Rose geboren. Das Gut
liegt auf dem Land der adligen Familie Reiss.
Seit ich mich erinnern kann,
habe ich auf dem Gut mitgeholfen.
Meine Mutter hingegen las nur. Ich habe sie nie im Haus
oder auf dem Hof arbeiten sehen.
Sie war wunderschön.
Abends fuhr jeweils iemand in einer Kutsche vor und
fuhr meine fein herausgeputzte Mutter in die Stadt.
Für mich war das ganz normaler Alltag.
Doch als ich lesen lernte
und meiner Mutter nacheifernd Bücher zu lesen begann,
erkannte ich, dass ich einsam war.
In jedem Buch zeigten Eltern Interesse an ihren Kindern.
Da stand, dass Eltern mit ihren Kindern sprechen, sie umarmen oder schimpfen.
All das hatte ich noch nie erlebt.
Eines Tages beschloss ich aus Neugier, meine Mutter einfach mal zu umarmen.
Ich fragte mich, wie meine Mutter wohl reagieren würde.
Mama!
Letztlich schleuderte sie mich nur weg,
doch bis dahin hatte sie noch nie auf mich reagiert.
Darum freute ich mich darüber.
Wenn ich doch nur den Mut hätte,
dich Gör umzubringen!
Das waren die ersten Worte, die meine Mutter an mich richtete.
Danach verließ sie das Gut und lebte fortan an einem anderen Ort.
Und an jenem Tag vor fünf Jahren ...
An einem Abend einige Tage nach dem Fall der Mauer Maria,
da traf ich zum ersten Mal meinen Vater.
Freut mich, dich kennenzulernen, Historia.
Ich bin Rod Reiss.
Dein Vater.
Der Mann steIIte sich mit dem Namen des Herren vor, der dieses Land regierte.
Meine Mutter hatte ich Jahre nicht gesehen. Sie schien sich zu fürchten.
Historia ... Von nun an wirst du bei mir leben.
Das kommt uns aber ungelegen.
Wir möchten Sie bitten, davon abzusehen.
Kriegen Sie's mit der Angst zu tun, weil die Mauer Maria gefallen ist?
Mama!
Nein! Ich bin nicht die Mutter dieses Mädchens!
Sie hat überhaupt nichts mit mir zu tun!
Oh? Ist das wahr, Herr Reiss?
Haben Sie wirklich
nichts mit ihnen zu tun, weder mit der Frau noch mit dem Kind?
Ich habe keine Wahl.
Zwischen ihnen und mir besteht keinerlei Verbindung.
Es stimmt also tatsächlich.
Was ... werden Sie mit mir ...
Du hast nie existiert. Hast auch nie in seinem Herrenhaus gearbeitet.
Niemand kennt dich.
Aber das ... Gnädiger Herr!
Das hatten wir nicht so vereinbart!
Mama ...
Wenn du nur ...
Wenn du nur nie geboren wärst ...
Dies waren die letzten Worte meiner Mutter.
Warte.
Direkt bevor auch ich getötet worden wäre, machte mein Vater einen Vorschlag.
FalIs ich weit weg von hier ein bescheidenes Leben führen würde,
würden sie mich dann verschonen?
Dein Name
ist Christa Renz.
Bitte verzeih mir, was geschehen ist. Um dich zu beschützen,
blieb mir keine andere Wahl.
Papa ...
Ich habe immer an dich gedacht.
Immer davon geträumt, dich so zu umarmen ...
Denn auch du bist vom Blut des Königshauses.
Ich ... bin ...
So ist es, Historia.
Wir, die Familie Reiss, sind die wahre Königsfamilie.
Und du bist die eine, die einzige Person, die die Menschheit retten kann.
Komm, Iass uns gehen, Historia.
An den Ort, an dem aIles begann.
Sanes!
Alles in Ordnung mit dir?
Du hast den KerIen
doch hoffentlich nichts verraten?
Unsere Loyalität gegenüber dem König ...
Sanes?
Ich wiIl deine Stimme nie wieder hören!
Du Mistkerl hast mich die ganze Zeit getäuscht!
Dabei hab ich dir immer vertraut!
Sanes! Er hat uns nichts erzählt.
Vielmehr: Wir haben nichts gefragt.
Wir zwangen RaIph nur mit vorgehaltenem Messer, diesen Text von mir vorzulesen.
Das ist alles.
Dann ...
habe ich den König verraten?
Ihr ... grausamen Teufel!
Das wiIl ich gar nicht abstreiten.
Aber auf Nick habt ihr wohl genau so gewirkt.
Darum hab ich euch damaIs doch gesagt,
dass ihr mir fast leidtut.
WirkIich iämmerlich. Erwachsene Männer, die heuIen und klagen ...
Geschieht euch ganz recht! Elende Idioten!
Nun findet Sinn im Rest eures Lebens, in dem ihr nur noch hier kackt!
Macht's gut.
Eine Abfolge.
Bei solchen Rollen gibt es wohI eine feste Abfolge ...
Gibt man die RoIle auf, übernimmt sofort iemand anders und spielt sie weiter.
Folglich wird sie auch nie aus dieser Welt verschwinden.
Ich wünsche dir Glück, Hanii.
AbteiIungsführerin ...
Tut mir leid, dass ich Unordnung gemacht hab. Aber da war 'ne Küchenschabe.
Ach so? Aber die hat dein Tritt bestimmt völlig zerschmettert.
Informier sie bitte darüber.
Oh ...
Ach ja, stimmt.
Eren soll gefressen werden?
Ja. Das Gespräch, an das Eren sich erinnert hat, besagte Folgendes:
Trägst du es mir nach?
Hm ... Ich weiß es ... nicht genau ...
Du selbst wolltest wohl niemanden fressen.
Dies lässt auf Folgendes schließen:
Ymir war ein Titan, der vor der Mauer umherstreifte,
und hat einen Freund von Berthold, Reiner und Annie gefressen.
Titanen verwandeln sich nicht zurück, wenn sie Menschen fressen, klar.
Doch der Freund von Reiner und den anderen war vermutlich
ein Mensch, der sich in einen Titanen verwandeIn konnte.
Das heißt:
Frisst ein Titan einen Titanenwandler, wird er wieder zum Menschen.
Und erIangt auch noch die Fähigkeiten des Wandlers.
Beim Kampf neulich hat Reiner Eren ja mit Titanen beworfen.
Hatte er vor, Erens Fähigkeit „Schrei", mit der man Titanen beherrschen kann,
auf einen anderen Titanen zu übertragen? Wenn das so ist,
ist Eren nur so was wie ein Gefäß dafür und somit durchaus austauschbar.
Oder anders: Verfügt die Regierung über einen Titanen, soll dieser
Eren wohl fressen.
Beruhige dich.
Sie werden Eren nicht zurückgeben, nur weiI du die Fassung verlierst.
Begeben wir uns ietzt erst mal in die Lande dieses Rod Reiss.
- Macht euch sofort zum Aufbruch bereit. - Jawohl!
Ich werde Erwin die Infos über die Familie Reiss mitteilen.
Er wartet sicher auf das Ergebnis.
Ja.
Treffen wir uns bei Reiss wieder. Kontakt über den üblichen Weg.
Verzeihen Sie die Störung. Kommandant Pixis möchte Sie sehen.
Der Kommandant?
Jawohl. Er möchte Sie persönlich sprechen.
Lass ihn rein.
JawohI!
Verzeih die späte Störung. Aber ich konnte einfach nicht länger warten.
Ich habe deinen Brief gelesen. Und auch meine
eigenen Ideen dazu mitgebracht.
Auf dieser Grundlage frage ich: Wirst du das wirklich tun?
Ja.
Um die Mauer Maria zurückzuerobern, stürzen wir die königliche Regierung.
Ich wusste, dass dieser Tag kommen wird.
Und wir die Menschen nicht länger in dieser engen Welt halten können.
Und dass auch ich, wenn es so weit ist, das Gewehr auf den König richten muss.
Falls meine Vermutung zutrifft,
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