The first 187 lines.
Mist! Er ist in den Wald gelaufen …
Wenn wir ihn ein wenig laufen lassen, macht die Jagd doch noch mehr Spaß.
Reiten wir rein.
Ist das dein Ernst? Das ist doch …
„der Verfluchte Wald“!
Abergläubischer Quatsch. Daran glaubst du doch nicht wirklich?
Natürlich nicht!
Verschwindet von hier!
Dieser Wald steht unter dem Schutz von Werwölfen.
Wenn sie euch aufspüren, werdet ihr verflucht!
Wah, wer ist denn die furchterregende alte Vettel?
Keine Ahnung. Die ist sicher wirr im Kopf.
Reiten wir weiter.
J-Ja …
Ihr Narren!
Oh, da sind sie ja!
Aber wo ist der Fuchs?
Was kläfft ihr denn so?
W-Was ist denn das?!
Woher soll ich das wissen?!
D-Das gerade eben …
War das tatsächlich ein Werwolf?
Herr Rainald!
Willkommen zurück!
Ach, du bist’s nur …
War Euch das Jagdglück denn hold?
Nanu? Herr Rainald …
Ihr blutet ja aus der Nase.
Herr Rainald!
He! Was ist denn mit dir? Komm zu dir!
W-Was ist denn das?!
Rainald, komm zu dir!
Herr Briegel …
I’m delighted to meet you.
Ich freue mich, Sie kennenzulernen.
Nein, junger Herr. Eure Betonung ist völlig falsch.
Noch mal.
Ich freue mich, Sie kennenzulernen.
Noch mal.
Ich freue mich, Sie kennenzulernen!
Black Butler Emerald Witch Arc
Sein Butler – erkundet
Ich freue mich, Sie kennenzulernen …
Ich geb’s auf. Und mir ist übel geworden.
Ihr lasst es wirklich an Disziplin mangeln.
Ich komme mit der deutschen Aussprache einfach nicht klar.
Es reicht doch, wenn ich es lesen kann.
Nach Deutschland, junger Herr?
Die Leckerei des Tages Kaffee- und Walnusskuchen
Ja.
Ich soll dort eine Reihe unerklärlicher Todesfälle untersuchen.
So lautet der Befehl der Königin.
Und Ihr sollt Euch persönlich vor Ort begeben?
Die Aufgabe der Familie Phantomhive ist doch, ein Auge auf die britische Unterwelt zu haben.
Warum muss sie mich dann unbedingt nach Deutschland entsenden?
Mein lieber Junge,
Im Süden Deutschlands spielt sich gerade eine Serie dubioser Todesfälle ab.
Bis dahin kerngesunde Menschen machen eines Tages
plötzlich eine groteske Verwandlung durch
und sterben gleich darauf, wie man Uns berichtet.
In Deutschland herrscht Wilhelm II., mein Enkel.
Und es ist auch die Heimat meiner Vorfahren.
Wenn es sich um eine Seuche handelt, möchten Wir rasch medizinische Unterstützung leisten.
Doch bisher erhielten Wir weder von Willy
noch von der deutschen Regierung klare Antworten.
Wir machen Uns wirklich große Sorgen.
Wenn von deutscher Seite aus keine Antwort kommt,
kann sie auch keinen offiziellen Gesandten schicken.
Dessen Aufgabe fällt nun offenbar Euch zu, junger Herr …
Meine Ermittlungen
haben mich bisher erst ein Mal ins Ausland geführt.
Ich begreife nicht, warum sie in diesem Fall ausgerechnet mich dahin schickt.
Wie wäre es, wenn Ihr Ihre Majestät um eine klarere Begründung bittet?
Sie würde ohnehin nur ausweichen.
Eines Hundes Aufgabe ist es doch,
voller Freude und Elan loszustürmen, wenn man ihm ein Stöckchen wirft.
Die Familie Phantomhive hält die Fäden
eines ganz Europa und Asien umspannenden Netzwerks
für Informationen über die Unterwelt in der Hand.
Es kann gut sein, dass sie sich in dieser Sache auch genau darauf verlässt.
Und in Deutschland ist ja auch
jener „Freund“, den ich von meinem Vater übernommen habe.
Ich werde erst mal Claus zu ihm schicken.
Nimm Kontakt zu Claus auf.
Sehr wohl.
Lang nicht mehr gesehen, Claus.
Verzeih, dass ich dich so abrupt mit diesem Auftrag bedachte.
Ach, das macht doch nichts.
Aber dein Butler taucht wirklich überall auf und völlig unverhofft, was?
Wir haben uns lange nicht mehr gesehen.
Als ich mich gerade in Finnland in einer Sauna entspannte,
stand er so plötzlich da … Ich war völlig verblüfft.
Bitte verzeihen Sie meine Aufdringlichkeit.
Es war schon praktisch, dass du gerade in der näheren Umgebung auf Reisen warst.
Wie ich dich kenne, hättest du auch am anderen Ende der Welt sein können.
Ach, wenn man ein alter Mann ist, ist das Reisen die einzige verbliebene Freude.
Aber dann will ich dir doch mal erzählen, was ich auf deinen Wunsch hin
auf meiner Deutschlandreise erlebt habe.
Als ich in Deutschland ankam, begab ich mich sogleich zu unserem „Freund“,
wurde aber ignoriert mit der Begründung, er sei zu beschäftigt.
Oh?
Ich musste mich also wohl oder übel selber an den Ort des Geschehens begeben.
Und das war wirklich in der allertiefsten Provinz, sag ich dir!
Ich besuchte die Dörfer und Herrenhäuser, in denen es Tote gegeben hatte.
Doch es wirkte nicht so, als grassiere dort eine übertragbare Krankheit.
Die Toten hatten auch keine chronischen Krankheiten oder Verletzungen gehabt.
Als ich fragte, woran sie denn dann gestorben seien,
hieß es überall,
es sei ein Hexenfluch gewesen.
Ein Hexenfluch?
Die Toten waren alle unterschiedlichen Alters und Geschlechts,
doch eine einzige Gemeinsamkeit wiesen sie auf:
Vor ihrem Tod hatten sie sich alle in einem bestimmten Wald aufgehalten.
Im sogenannten „Werwolfwald“.
Ein okkult wirkender Wald, der unter den Einheimischen
als tabu oder als verbotener Ort gilt.
Der „Werwolfwald“ …
Ein Wald von Wolfsmenschen, meinen Sie?
Ja.
Im Süden Deutschlands fanden vom 14. bis ins 17. Jahrhundert
umfangreiche Hexenverfolgungen statt.
Überlebende Hexen brachten sich
in einem gewissen Wald in Sicherheit und lebten fortan dort.
Um sich zu beschützen, ließen diese Hexen in ihrem Wald
magische Diener frei herumlaufen, und zwar Werwölfe.
Seither nannte man den Wald „Werwolfwald“,
und es heißt, dass jeder, der ihn betrete, von den Hexen verflucht werde.
Ein Fluch soll Menschen töten?
So ein Unsinn.
Ich wusste, dass du so reagieren würdest.
Tut mir leid, dass ich keine weiteren Informationen gewinnen konnte.
Nicht doch.
Entschuldige, dass ich dich so weit herumgeschickt habe.
Mir bleibt wohl nichts anderes übrig, als selbst hinzufahren.
Aber ich habe auch noch in einer anderen Angelegenheit eine Frage an dich.
Undertaker ist verschwunden.
Oh? Er ist also ...
Da du ihn ja schon zur Zeit meines Vaters kanntest,
wirst du sicher mehr über ihn wissen als ich.
Egal, was. Ich brauche Informationen über ihn.
Wir versuchen, einander möglichst nicht in den Weg zu kommen.
Dazu kommt: Deinen Vater Vincent hat Undertaker
noch vor mir kennengelernt.
Und der Einzige, der Vincent noch vor Undertaker kennengelernt hat,
ist wohl unser „Freund“.
Sie kannten sich ja noch von der Schule her.
Wie wäre es, wenn Ihr im Rahmen Eures Auftrags auch jener Person einen Besuch abstattet?
Wenn Ihr schon nach Deutschland reist …
Das klingt nach einem guten Plan.
Deutsche Schönheiten …
Besser: Deutsche ehemalige Schönheiten sind sehr tugendhaft.
Du musst also all deinen Charme einsetzen, Junior.
Ich kann nur dafür beten,
dass die Person gerade guter Laune ist, wenn ich sie besuche.
Sebastian! Besorg uns Fahrkarten.
Yes, my Lord.
Ah! Also wirklich …
Wie der Vater, so der Sohn! Warum wenden sie sich immer mit so lästigen Angelegenheiten an mich?
Aber … Er ist jetzt also auch schon dreizehn geworden!
Vermutlich wird er seinem Vater immer ähnlicher sehen …
Ich will nicht unter dem Fluch der Hexen sterben!
Ich werde da nicht hingehen. Egal, wie viel Geld man mir bietet.
Äh … Was für eine Sprache redet der Mann, Sebastian?
Was? Du behauptest, ich könnte gehen?!
Hör auf …
Das ist Ostfränkisch. Ein Dialekt aus dem südöstlichen Deutschland.
Es stimmt schon, es ist gar nicht weit weg.
Und ich würde es vielleicht auch in ein paar Stunden schaffen.
Der Dialekt ist ja absolut unverständlich!
Die Paukerei war also praktisch umsonst!
Es immer wichtig, erst einmal eine feste Grundlage aufzubauen, junger Herr.
Aber ich werde da nie hingehen.
Mach dich also nicht lächerlich.
Und? Was sagt er?
„I will ned an dem Fluch vo dera Hexn sterm!
Dou kennert's ma nu su vie Geld biedn, dou gäi i ned hie!“
sagt er.
Hat er denn jemanden gesehen, der verflucht worden war?
Haben Sie jemals verfluchte Menschen gesehen?
Na freili!
Föchderlich woar des!
Denna ihre Gsichder san angschwolln aff däi dobbelde Größn
und nochderla is ihra Haud rundergschmolzn wäi Madsch.
Aana von denna is glei draufganga.
Un der anna, der’s überlebt hod, der is vom Schregg ganz narrisch worn.
Es gibt einen Überlebenden?
Joah.
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