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TV-Kommentator: Nach einem langen Wahlkampf..
..spazierte Tony Blair am Morgen mit seiner Familie zur Stimmabgabe.
Die Labour-Anhänger im ganzen Land sind stolz auf Tony Blair..
..und zuversichtlich, dass er der jüngste Premierminister wird.
Haben Sie schon gewählt, Mr Crawford?
Ja, Ma'am. Ich war der Erste in der Schlange..
..heute Früh um 7 Uhr. Offen und ehrlich gesagt:
Ich wählte nicht Mr Blair. Sie sind kein Modernisierer?
Nein. Wir verlieren zu viel von dem, was unser Land ausmacht.
Trotz dieser Zurückhaltung.. Hm ...
Ich beneide Sie, dass Sie wählen dürfen.
Nicht um die Stimmabgabe, obwohl ich das auch mal erleben möchte.
Ich meine die Freude, parteiisch zu sein.
Ja. Man vergisst schnell, dass Sie als Monarchin kein Wahlrecht haben.
Nein. Aber ich bedaure Sie deswegen nicht.
Sie dürfen zwar nicht wählen, Ma'am.
Aber es ist Ihre Regierung.
Ja.
Das dürfte ein kleiner Trost sein.
Queen Elizabeth II.
Imposante Orchester-Musik
Tony Blair
Klopfen
Guten Morgen.
Soll ich die Vorhänge öffnen? Ja, bitte.
Und, waren Sie die ganze Nacht auf? Ja, Ma'am.
Und ging es aus wie erwartet?
Ja, Ma'am. Mr Blair.
Es war ein erdrutschartiger Sieg.
Ah ja, allerdings.
Der Verkehr kam wegen Tony Blairs Amtsantritt zum Erliegen.
Der Festakt findet an einem herrlichen Sommertag statt.
Tony Blair winkt den Massen zu, und die Menschen zurück.
Die meisten wissen wohl, dass im Wagen der designierte Premier sitzt.
Klopfen
Der Premier ist unterwegs, Ma'am. Der künftige Premier, Robin.
Ich habe ihn noch nicht gefragt.
Er ist schwer einzuschätzen, oder? Ja.
Sein Background ist das Establishment.
Er war auf demselben schottischen Internat wie der Prinz von Wales.
Das werfen wir ihm nicht vor.
In seinem Wahlprogramm steht aber etwas von Modernisierung..
..und Umwälzung der Verfassung.
Wird er uns auch modernisieren? Vielleicht.
Seine Frau ist Sympathisantin der Anti-Monarchisten.
Ihren Hofknicks beschreibt man am besten als andeutungsweise.
Ich messe nicht die Tiefe eines Hofknicks.
In Downing Street erwartet man zwangslose Umgangsformen.
Dort reden sich alle mit dem Vornamen an.
Etwa wie: "Nennen Sie mich Tony!"? Das gefällt mir nicht.
Hat er das Protokoll erhalten?
Ich bin nervös. Du bist ihr doch schon oft begegnet.
Ja, aber noch nie unter vier Augen. Und noch nie als Premierminister.
Du bist der Mann, den die ganze Nation gewählt hat.
Aber sie ist trotzdem, na ja ...
..die Queen.
Der Audienzsaal ist oben.
Ich klopfe beim Audienzsaal an. Wir gehen ohne Zeichen direkt hinein.
Noch in der Tür verbeugen wir uns. Wir neigen den Kopf.
Ich stelle Sie vor, die Queen streckt Ihnen die Hand entgegen.
Sie verbeugen sich und schütteln die Hand.
Noch ein paar andere Dinge.
Es heißt Ma'am wie in Sam. Nicht Ma'am wie in Farm.
In ihrer Anwesenheit drehen Sie ihr nicht den Rücken zu!
In ihrer "Anwesenheit"? Ja, Sir.
In ihrer Gesellschaft nennt man das so.
Wenn Sie hier Platz nehmen wollen, Mrs Blair.
Mr Blair, Eure Majestät.
Wie erfreulich, Sie wiederzusehen. Und herzlichen Glückwunsch.
Danke, Ma'am. Ihre Kinder sind sicher stolz.
Sie haben drei, oder? Ja.
Wundervoll. Kinder sind ein Segen.
Nehmen Sie Platz! Danke, Ma'am.
Wissen Sie schon, wie man einen Atomkrieg beginnt?
Nein. Das werden wir wohl als Erstes tun.
Dann nehmen wir Ihnen Ihren Pass und schicken Sie um die Welt.
Sie kennen meine Aufgaben besser als ich.
Sie sind mein 10. Premierminister, Mr Blair.
Mein 1. war Winston Churchill. Er saß auf demselben Stuhl.
Er hat einem schüchternen Mädchen wie mir..
..ein wenig Bildung zuteil werden lassen.
Das glaube ich gern.
Zu dieser Bildung gewann man auch an Erfahrung und Weisheit,..
..um unsere Verantwortung besser wahrnehmen zu können.
Um die Regierung zu beraten, zu führen und zu warnen.
Dieser Beratung sehe ich mit Freude entgegen.
Mehr dazu in unseren wöchentlichen Besprechungen.
Wenn das alles ist, haben wir noch etwas zu erledigen.
Natürlich.
Eure Majestät. Meine Partei gewann die Wahl.
Deshalb möchte ich Sie bitten ... Nein, Mr Blair.
Ich stelle die Frage.
Als Monarchin lade ich Sie ein, das Amt des Premiers zu bekleiden..
..und eine Regierung zu bilden.
Wenn Sie bereit sind, dürfen Sie nun Ja sagen.
Ja.
Mrs Blair, schön, Sie wiederzusehen.
Herzlichen Glückwunsch. Sie sind sicher stolz.
Ja. Und erschöpft.
Wo verbringen Sie den Sommer? In Frankreich.
Sie sind in Balmoral? Ja, ein ganz wunderbarer Ort.
Meine Ururgroßmutter sagte jeweils:
"In Balmoral atmet alles Freiheit und Frieden und man vergisst alles."
Eure Majestät. Verzeihen Sie bitte!
Ach, wirklich? Leise:Ja ...
Oh ja, natürlich.
Es tut mir leid, wir müssen es dabei belassen.
15 Minuten. War das zu kurz? Man will nicht unhöflich sein.
Guten Morgen, Sir.
Danke, und nun verpissen Sie sich! Um was es wohl ging?
Keine Ahnung. Aber es geht immer um Diana.
Die Diskussionen um Prinzessin Diana nehmen weiter zu.
Sie will die Beziehungen zum Ex-Kindermädchen ...
Prinzessin Diana flog nach Mailand, um am Gedenkgottesdienst..
..des italienischen Modeschöpfers Gianni Versace teilzunehmen.
Sie wurde Gegenstand einer Kontroverse.
Ich bin keine politische Person.
Prinzessin Diana segelte auf der Jacht von Mohamed Al-Fayed..
..Richtung Mittelmeer.
Mit dessen Sohn ... - ..250'000 Pfund für ein Foto,..
..auf dem sich das Paar umarmt.
Dianas Urteilsvermögen wird infrage gestellt.
Die Prinzessin und Al-Fayed haben sich ...
Earlier today they visited ... - La princesse soyant a annoncé ...
Da kommt sie!
Rasante Musik
Telefon
Telefon
Robin Janvrin.
Was?
Es sollen sofort alle zu mir kommen!
Klopfen
Ma'am?
Ma'am.
Was?
Ma'am. Mr Janvrin möchte Sie sprechen.
Was?
Was zum ...
Guten Abend, Ma'am. Entschuldigen Sie die Störung.
Die Botschaft in Paris rief an.
Es geht um die Prinzessin von Wales. Was hat sie nun angestellt?
Verstehe.
Mit wem sprechen wir dort?
Ja, gut. Halten Sie mich auf dem Laufenden!
Diana hatte in Paris einen Autounfall.
Was Ernstes?
Offenbar ja. Dodi Fayed ist tot.
Wie schwer ist sie verletzt, Maxine? - Es heißt, die Prinzessin..
..wird auf der Intensivstation versorgt.
Sie hat eine Gehirnerschütterung ...
Warum in Paris?
War sie nicht in London? Ach, du kennst sie doch.
... ist im Krankenhaus.
Charles, ist das nicht furchtbar?
Der Premier, Tony Blair ...
Was machst du mit den Jungen? Ich lasse sie schlafen.
Das ist vernünftig.
Ich fliege nach Paris. Ich ließ mir ein Flugzeug besorgen.
Einen Privatjet? Ja?
Wegen solchen Extravaganzen werden wir attackiert.
Wie soll ich sonst nach Paris kommen? - Charles, Charles, Schatz!
Nimm die Royal Squadron!
Sie halten immer eine bereit, falls ich mal den Löffel abgebe.
Nein, das ist keine Staatsangelegenheit.
Was? Diana ist kein Mitglied mehr..
..der Königsfamilie. Es geht um eine Privatangelegenheit.
Sie ist die Mutter deiner Enkel! - Und was jetzt?
Keine Ahnung. Ich höre nichts, es schreien alle.
Jeder Insasse hat schreckliche Verletzungen erlitten.
Danke fürs Kommen. - Der Botschafter in Paris.
Danke.
Guten Abend, Sir.
Klopfen Ja?
Der Leibwächter wurde schwer verletzt.
Ich sprach mit unserem Botschafter in Paris.
Es gibt leider schlechte Nachrichten.
Nein ...
Nein ...
Nein, nein, nein ...
Diana, Prinzessin von Wales, verstarb nach einem Autounfall.
Um 5 Uhr wurde ihr Tod bekannt gegeben.
Welche Termine habe ich? Deine Rede vor dem Labour-Parteitag.
Wir streichen alles andere.
Es schlägt unheimliche Wellen. Ihr Tod wurde bestätigt.
Ich gebe morgen eine Erklärung ab. Ich habe bereits Ideen gesammelt.
Sie ist kaum eine Stunde tot! Hätte ich es etwa nicht tun sollen?
Sanfte Klänge
Charles, flüsternd: Ich muss einmal nach Paris.
Du musst jetzt sehr tapfer sein. Ja, Wills?
Mummy hätte es so gewollt.
Sie werden wieder schlafen. Hm.
Sie versuchen es.
Mein Privatsekretär hat in New York ein Reisebüro gefunden,..
..das mir einen Flug nach Paris verkauft.
Überleg dir nochmals, ob es extravagant ist,..
..die Mutter des künftigen Königs in einem unserer Flugzeuge heimzuholen.
Na gut, natürlich.
John, die Jungen sollen keine Nachrichten sehen.
Bitte entfernen Sie den TV und das Radio in ihrem Zimmer!
Ja, Ma'am.
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