The first 200 lines.
Ich mag Blau an dir.
Ich mag ja jede Farbe an dir, aber...
Du hattest beim ersten Mal was Blaues an, und immer, wenn du blau trägst,
erinnert mich das an meine Gefühle damals.
Bis dahin wusste ich nicht, was es heißt, sich lebendig zu fühlen.
Du hast an dem Tag etwas in mir entfesselt,
von dem ich nicht einmal wusste, dass es in mir war.
Und da wusste ich, in meinem Leben wird nichts mehr so sein wie es war.
Ab dem Moment war ich für immer verwandelt.
Das warst du.
Ich sichte und werte Daten zum Erhalt analytischer Resultate aus.
Habe ich auch getan.
Ihren Frust an mir auszulassen, ändert nicht das Resultat.
Selbstverständlich können Sie zu einer Bank wechseln,
die die Zahlen mehr in Ihrem Sinne bewertet,
aber sie wären dann fehlerhaft.
Guten Morgen.
Was?
Nichts.
Was ist, Jill?
Nichts.
Hoffentlich steht er mehr auf Peitsche als auf Zuckerbrot.
"Sie."
Wenn das so ist...
- Hallo. - Tag.
Nehmen Sie Platz.
- Danke. - Aber gern doch.
Also...
Dieser Bericht...
Dieser Bericht ist einwandfrei.
Sie sind genau der Volltreffer, den ich mir erhofft hatte.
Freut mich zu hören.
Sie werden es hier weit bringen.
- Ich werde mich bemühen. - Gut.
Gut, gut, gut.
Nun...
die ABA-Konferenz ist in der letzten Septemberwoche.
Zwei Nächte im Hyatt Regency
in New Orleans.
Wir sollten da hin.
Sie sollten hinfahren.
Ich brauche wohl noch mehr Erfahrung.
Na, dabei...
könnte ich behilflich sein.
- Ich muss wieder an die Arbeit. - Gut.
Gut, gut, gut, gut.
Von meinen neuen Freundinnen
steht mir Jill vermutlich am nächsten.
Wir gehen nach der Arbeit fast immer aus.
Wie ist dein Boss?
Der ist toll, also...
Er stellt ziemlich hohe Ansprüche und fordert viel,
aber wenn er etwas gut findet,
meint er es auch so. Das ist viel wert,
gerade bei der ganzen Konkurrenz.
Das ist dann wohl auch die Erklärung dafür,
warum du so schlingst.
Wenigstens ist es grün.
Ich muss wieder los.
Ich wollte nur sagen, mir geht's toll hier.
Bin glücklich und zufrieden.
Nachdem du 450 Meilen von mir entfernt bist
und von allen anderen bekannten Gesichtern.
Fang nicht so an.
So ein fantastisches Angebot konnte ich nicht ablehnen.
Außerdem weißt du, wie impulsiv ich bin.
Gut, ich muss jetzt los, ja?
Hab dich lieb. Mach's gut.
Ja, das bin ich.
Runter und weg damit.
Sawyer Valentini.
Was für ein Name.
Sawyer Valentini.
Ein verdammt sexy Name.
Danke.
Er stammt von meinem Großvater mütterlicherseits.
Er ist an Augenkrebs gestorben.
Scheiße, ich wusste nicht...
Du solltest deinen Blick sehen.
Darüber lachst du?
Wenn wir über Krebs nicht lachen können, was bleibt da?
Das ist düster.
Lang lebe Satan.
Versprich mir eins, Jesse.
- Ich heiße Mark. - Genau.
Es läuft heute so, wie du es dir vorstellst.
Gar keine Frage.
Aber hinterher
rufst du mich nicht an, suchst keinen Kontakt zu mir.
Als wär nie etwas gewesen.
Einverstanden?
Ja. Jesse ist damit voll einverstanden.
Na schön...
Das ist meine Wohnung.
Ja. Und...
Das ist mein
Zimmer.
Scheiße.
- Was ist passiert? - Mein Gott.
Ich dachte, du wolltest es.
Du hast es vorgeschlagen.
Scheiße.
SELBSTHILFEGRUPPEN FÜR STALKINGOPFER
ZENTRUM FÜR VERHALTENSTHERAPIE
Das Leben entgleitet einem.
Die Telefonnummer zu ändern und die E-Mail-Adresse...
wird zum Alltag.
Täglich die Mittagspause zu verlegen, wird zum Alltag.
Ständig bei jedem Wort zu hinterfragen,
ob es missverstanden werden kann:
Alltag.
Die Beantragung eines Kontaktverbots: Alltag.
In eine ganz neue Stadt zu ziehen: Alltag.
Aber Sie sehen Ihren Stalker immer noch überall?
Rational betrachtet,
weiß ich, dass mir meine Neurose
im Verbund mit meiner Fantasie meine schlimmsten Ängste vorgaukelt.
Ich weiß das.
Aber ich bin nicht rational.
Ich bin allein
in einer fremden Stadt.
Und...
ich fühle mich niemals sicher.
Nicht eine Minute.
Also, was weiter?
Wie mache ich weiter?
Vielleicht geb ich einfach auf und akzeptiere: Das ist mein Leben.
Nach Leben klingt das aber nicht.
Nein.
Nicht wie eines, das ich leben will.
Gehen Ihre Gedanken öfter in diese Richtung?
Gedanken wie...
Nicht mehr leben zu wollen.
- Selbstmordgedanken? - Ja.
Denken Sie manchmal daran, sich das Leben zu nehmen?
Früher schon.
Haben Sie sich dabei auch vorgestellt, wie Sie es tun?
Kennen Sie den therapeutischen Index?
Das ist ein...
Ein Schlüssel, um anhand der Blutkonzentration zu bestimmen,
wie toxisch oder wirksam ein Medikament ist.
Je höher der Index, desto sicherer ist das Medikament.
Und gefährlicher, wenn er niedrig ist.
So in etwa stell ich mir vor, meine letzten Stunden zu verbringen.
Tabletten testen.
Eine sehr konkrete Vorstellung.
Wie mein Dad immer sagte:
"Gib keinem eine große Aufgabe,
der die kleine nicht gebacken kriegt."
Sie müssten nur noch die Formulare hier ausfüllen. Reine Routine.
Das war's? Ich bin geheilt?
Die Therapieformen besprechen wir, wenn Sie mit dem Papierkram durch sind.
Ich würde gern einen weiteren Termin bei Ihnen haben.
Sie sind eine gute Zuhörerin.
Das hören Sie sicher zum ersten Mal.
Muss ich mir jetzt jedes Komma und Semikolon ansehen?
Liegt ganz bei Ihnen. Wie gesagt, ist ein Standardtext.
Verschwiegenheitserklärungen, Haftungsfragen. Solche Sachen.
Die Hausaufgaben sind gemacht.
Wenn die Therapeutin nächste Woche eine halbe Stunde hätte...
Setzen Sie sich, Miss Valentini.
Jemand klärt gleich die nächsten Schritte ab.
Das alles haben wir schon besprochen.
Es dauert nicht lang.
Na gut.
- Sawyer Valentini? - Ja.
Ich bin Dennis. Folgen Sie mir.
Ich hab nicht viel Zeit, ich muss gleich wieder zur Arbeit...
Und was soll ich hier?
Ich muss in Ihre Tasche sehen.
Wieso?
Ist nicht bloß bei Ihnen so.
Ich muss alle Taschen durchsehen. Ist Vorschrift.
Hallo? Das gehört mir.
Guten Tag, ich bin Schwester Boles.
Ziehen Sie sich bis zur Unterwäsche aus?
Bitte.
Einmal ausziehen bis auf die Unterwäsche.
Und auch den Schmuck ablegen.
Haben Sie verstanden?
Wenn Sie Hilfe beim Ausziehen brauchen...
Was?
Es geht um unveränderliche Merkmale.
Narben, Muttermale, Leberflecken.
Zu Ihrem Schutz, dem aller Patienten und der Klinik.
Ich weiß nicht, was das hier soll...
Die Erstaufnahme umfasst eine Ganzkörperuntersuchung.
Das ist die übliche Prozedur hier. Bleibt aber rein äußerlich.
Ich muss wirklich gehen.
Ich komm sonst zu spät zur Arbeit, darum...
Es ist abgeschlossen.
Zu Ihrer Privatsphäre.
Ziehen Sie sich bis auf die Unterwäsche aus
und legen Sie auch allen Schmuck ab.
Mir fehlt doch nichts.
Ich wollte lediglich ein Gespräch. Die Therapeutin meinte...
Hat sie das angeordnet?
Miss Valentini, weigern Sie sich etwa, zu kooperieren?
Und wenn's so wäre?
Es wäre besser für jeden von uns,
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