The first 183 lines.
Daves Logbuch.
Es ist der 147. Tag nach der großen Flut,
und nur die Tiere, die das Glück hatten,
einen Platz auf der Arche zu finden, sind noch am Leben.
Von den Fischen mal abgesehen.
Die sind gerade so richtig in ihrem Element.
Klar, als Amphibien könnten auch wir Nestrier
von Bord gehen und den Ozean erkunden.
Aber so sind wir nicht gestrickt.
Unser Motto lautet schon seit jeher:
In der Not sind Nestrier nützlich und nett.
Ich sag's ganz ehrlich, es ist nicht immer einfach.
147 Tage ohne Land in Sicht, puh...
Aber als Chefkoch der Arche tu ich mein Bestes,
um den Frieden
zwischen Fleisch- und Pflanzenfressern aufrechtzuerhalten.
Glaubt mir, 50 000 Mahlzeiten am Tag zu kochen ist eher so mittelspaßig.
Aber solange sie essen, was ich gekocht habe,
essen sie sich nicht gegenseitig auf.
Ja, es gilt täglich, Herausforderungen zu meistern.
-(flüstert) Da stehen wir drüber. -(lacht)
Aber heute herrscht Hoffnung und Hochstimmung unter uns Tieren.
Gleich wird die stärkste und mutigste der Tauben losgeschickt,
um nach Land zu suchen.
Oh!
Meine Untertanen, seht und staunt
über unseren heldenhaften Retter und tapferen Abgesandten.
An diesem glorreichen Tag
wünschen wir ihm alle nur das Beste für sein gefährliches Unterfangen.
-Oh! -(Elefant stöhnt leise)
Gute Reise, mein kleiner Freund,
und kehre bald mit Nachrichten von blühenden Landschaften zurück.
Lenny!
Tier fällt!
-Finny! Leah! -Hierher mit euch, sofort!
Dafür kriegen wir Mega-Ärger!
Hey, Leute!
Hab ich irgendwas verpasst?
Sagt das Pferd zum Stinktier: Geh mir nicht auf die Nüstern.
Dieses Krokodil starrt mich schon wieder den ganzen Morgen an.
Na ja, kannst du ihm bei dem Essen hier böse sein?
Mahlzeit!
Dave, wo ist der Schlüssel fürs Vorratslager?
Wieso willst du den Schlüssel?
-Willst du mich kontrollieren? -Nein!
Kate, du vertraust mir nicht! Du glaubst, ich verheimliche dir was!
Du glaubst, ich verschweige dir und den anderen,
dass es kaum noch was zu essen gibt.
Nein, ich wollte nur 'n Apfel.
Dave, gibt's was, das ich wissen sollte?
Pst! Nicht doch! Und vor allem nicht...
Lenny, womit darf ich deinen Gaumen erfreuen?
-Was ist denn das? -Dasselbe wie gestern.
-Und das hier? -Die angebrannte Version davon.
Hör mal her, Nestrier.
Mit dir als Chefkoch
hatte ich mir mehr vorgestellt als ranzigen Schleim.
-Weißt du, Lenny... -Ich heiße Leonard!
Und wenn das Essen nicht besser wird,
setze ich "Nestrier à l'Orange" auf die Karte.
-Guten Appetit. -(knurrt erbost)
Obst haben wir schon seit Wochen nicht mehr.
-Wir haben was? -Pst! Nicht hier.
Wir reden später.
Wir dürfen hier nicht sein. Wir haben schon genug Ärger.
Haben unsere Eltern verboten, 'ne Flugmaschine zu bauen?
Nein, aber... na ja, irgendwie schon.
Sie sind sowieso schon sauer auf uns. Da kommt's darauf auch nicht mehr an.
Wir springen aber erst, wenn ich bereit bin, okay?
Na klar.
-Pfotenschwur? -So was gibt's doch gar nicht.
-Vielleicht doch. Nur für uns beide. -Kannst du abhaken.
-(wimmert leise) -(stöhnt)
-Was ist? -Wenn das nun nicht funktioniert?
Ihr Nestrier könnt doch alles bauen.
Ja, aber Flügel hab ich noch nie gebaut.
-Ich hab Angst, dass... -Angst? Schluck sie runter.
Nicht, dass du Schiss kriegst
und dieses stinkende blaue Gas rauspupst.
Nestrier kriegen keinen Schiss und pupsen blaues Gas.
Die Absonderung übelriechender Dämpfe schreckt Feinde ab!
-Yeah! -Es funktioniert! Wir fliegen!
Oh ja, hm!
'tschuldigung, sag's bitte nicht Dad.
Yeah!
Siehst du? Weshalb hast du dir Sorgen gemacht?
Genau deshalb hab ich mir Sorgen gemacht!
Na? Bon Appétit!
-(Leah entfernt) Zieh ihn hoch! -(Finny) Mach ich doch!
Vom Erwachsenwerden seid ihr meilenweit entfernt.
-Weil ihr uns wie Kinder behandelt! -Weil ihr Kinder seid!
Dann müssen wir doch meilenweit vom Erwachsenwerden entfernt sein.
-(leise) Stimmt schon irgendwie. -Wir diskutieren nicht mit ihnen.
Als Eltern müssen wir euch bestrafen. Oder?
Du hast völlig recht.
Na dann, bestraf sie.
Ach so, ich? Ja klar, natürlich.
Ja, ähm... gar kein Problem.
Eine Bestrafung kommt sofort.
Äh...
-Brauchst du Hilfe? -Nee, nee, ich mach das schon.
Ja. Schluss mit Drachenfliegen.
-Ein für alle Mal. -(beide) Hä?
Ich würde sagen, bis morgen, okay?
-Gut, dann lasst uns knuddeln. -Es ist unfassbar.
So, bis auf Weiteres verbringt ihr Tag und Nacht oben im Mastkorb.
Ihr achtet auf den Horizont, und wir achten von hier aus auf euch.
Das ist ungerecht!
Wir sollen euch behandeln wie Erwachsene?
Dann benehmt euch so. In den Mastkorb, sofort!
La, la, la, la...
Wow! Tolle Aussicht, oder?
So eine Bestrafung ist doch Bombe!
Müsst ihr Nestrier denn immer so gut drauf sein? Echt!
-Hört ihr Grymps mal auf zu nörgeln? -Nö.
Und ich hab Hunger. Schleichen wir uns ins Vorratslager.
Vergiss es. Ich will nicht noch mehr Ärger.
Ach ja? Übernachtest du lieber mit 'nem hungrigen Grymp?
Da können seltsame Dinge geschehen.
-Was denn? -(knurrt) Wir können nichts dafür.
Es geht dann mit uns durch!
Na?
Bleiben wir hier, wirst du's bald wissen.
Beeilung!
Glaubst du, sie lassen sich von Strohpuppen täuschen?
Aber sicher.
Das klappt nie im Leben. Die sehen uns nicht ähnlich!
Wow!
Dein Miese-Laune-Gesicht hab ich nicht hinbekommen.
Eigentlich siehst du nur enttäuscht aus.
Die sind doch genau richtig.
-Und wenn sie uns erwischen? -Sie erwischen uns nicht.
Deine Mom hat gesagt...
Sie hat gesagt, benehmt euch wie Erwachsene.
Erwachsene tun das, was sie wollen. Also genau das, was wir jetzt tun.
-Oder? -Wow!
Du kannst echt gut argumentieren.
Versteck dich!
-(Kate) Was ist denn so wichtig? -(Dave) Ähm...
Jetzt komm schon!
Wie soll ich sagen...
Hm?
Das sind alle Nahrungsmittel, die noch da sind?
Wieso erzählst du das niemandem?
Den 50 000 Tieren, die auf dem Meer treiben?
Was soll ich erzählen?
"Wenn ihr meint, das ist kein Spaß, dann wartet, bis das Essen ausgeht?"
Wie lange reicht es denn noch?
So in etwa fünf Tage.
Sechs, wenn jeder auf den Nachtisch verzichtet.
Sag bitte, du hast 'n Plan.
Ich hoffe, die Taube findet Land, bevor wir hier alle verhungern.
Bis dahin muss ich die Vorräte strecken, so lange es geht.
Aber Nestrier sind berühmt für ihre Problemlösungskompetenz.
Danke.
Was ist das für 'n Krach?
-Halt dich fest! -Daran hab ich auch schon gedacht.
Oh nein. Nein, nein, nein, nein, nein, nein!
Du blöde bescheuerte Planke!
Aua!
Finny! Sieh nur!
-Kommt zurück! -Stopp!
-Wartet auf uns! -Hier sind wir!
Tja, das verstehst du also unter Vorräte strecken.
Es ist schon 'ne Strecke von hier bis zum Meeresgrund.
-(lacht schallend) -Hä?
Es ist schon 'ne Strecke von hier bis zum Meeresgrund.
Alles klar. Der war nicht schlecht.
Das war nötig.
Lachen ist ja so befreiend.
Was machen wir jetzt bloß?
Es bleibt bei dem Plan. Wir sagen niemandem ein Wort.
Vor allem nicht zu den Kindern. Sie sollen sich keine Sorgen machen.
Wartet! Wartet auf uns!
Das darf einfach nicht wahr sein!
Oh nein! Wartet!
Es ist zwecklos, Finny. Sie sind weg.
Sobald sie merken, dass wir weg sind, drehen sie um und holen uns.
-Klar, da mach ich mir keine Sorgen. -Ich auch nicht.
So, Leah und Finny wären verpflegt.
Dann sind nur noch 49 998 Tiere übrig.
Wo willst du das Essen für sie hernehmen?
Wie gesagt, ich arbeite dran.
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