Первые 192 строк.
Test, Test … Hier spricht Jirō.
Kann man mich echt hören?
Ja, klar und deutlich. Geht’s euch gut?
Öh … Mehr oder weniger.
Was ist? Du nuschelst so.
Sorry, aber …
Wir haben zu hart zugehauen und einen der Gegner zerfetzt.
Verstehe.
Aber macht nix.
Stillhalten!
Auauau! Nicht so fest …!
Ichika hat’s geschafft, jemanden gefangen zu nehmen.
Ach, echt? Und Reiji?
Von ihm kam noch nix.
Okay, dann werd ich jetzt einfach zu ihm stoßen.
Gut, mach das.
Aber geh kein Risiko ein. Zieh dich zurück, wenn’s brenzlig wird.
Roger.
Wie konnte ich das die ganze Zeit nicht merken?
Wenn wir weiterhin verschmolzen bleiben
und ich dazu noch Energie für den Kampf aufbrauche …
Ey!!
Geht’s noch?! Brüll mich nicht so an, du Plauzkopf!
Dann reagier halt mal!
Bevor du pennst, retten wir erst mal den Brillenheini.
Gehen wir.
In Ordnung.
Oho.
Du warst schon immer gut darin, im letzten Moment auszuweichen,
aber jetzt bist du ja ein richtiger Meister, Reiji!
Auf den Blitzhieb …
reagiere ich mittlerweile instinktiv.
Du hast ihn auch schon oft genug bei mir eingesetzt, …
Shinji.
„Shinji“ also?
Wie traurig. Dann nennst du mich nicht mehr „Bruder“, was?
Was denn sonst?
Der Mensch, den ich meinen Bruder nannte,
ist damals beim Ritual gescheitert,
wurde von der Klinge korrumpiert und lebt somit nicht mehr.
Verschließ nicht deine Augen, Reiji.
Das hier ist keine Illusion.
Ich mag von Yamas Böe besessen sein, aber deshalb bin ich nicht gleich tot.
Vor dir steht derselbe, der ich schon früher war.
Aber wenn du mir nicht glaubst, …
überzeug dich eben selbst.
Ich wusste es schon …
seit dem ersten Schwerthieb.
Und mit jedem weiteren Schlag
holt die Realität mich immer weiter ein.
Du bist derselbe, sagst du?
Dann erkläre mir,
warum du jetzt auf ihrer Seite stehst?!
Einfach so, weil’s grad gepasst hat.
Dass ich mich verdeckt halte und gegen den Geheimdienst kämpfe,
ist einzig und allein
deine Schuld, Reiji.
Das Ganze hat damals schon angefangen.
Jippie!
Ich hab gewonnen, oder, Bruder?
Das war hervorragend, Reiji.
Shinji.
J-Ja, Vater?
Wie oft hast du jetzt versagt?
Beschämt es dich nicht, deinem jüngeren Bruder zu unterliegen?
Hast du schon deine Rolle als Stammhalter der Kiriharas vergessen?
Und hepp!
Aber versteh das nicht falsch, Reiji!
Klar hat’s mich frustriert, keine Chance gegen dich zu haben,
und ich hatte Angst vor Vaters Strafpredigten, …
aber ehrlich gesagt …
war das gar nicht so schlimm.
Denn was mir wirklich gegen den Strich ging, Reiji,
war die Tatsache, dass du seitdem mit Absicht gegen mich verloren hast.
So ein Schwachsinn! Das ist überhaupt nicht wahr!
Du hast das auch eher unterbewusst gemacht.
Ansonsten hätte Vater dich sofort durchschaut.
Aber als dein Kampfpartner konnte ich das spüren.
Zuerst kam es dazu, dass wir uns ebenbürtig wurden.
Mit der Zeit habe ich die Oberhand gewonnen.
Und irgendwann habe ich quasi gar nicht mehr verloren.
Danach …
hast du mich bei jeder Niederlage nur noch angelächelt.
Erst dachte ich, dass du bloß auf mich achtgeben wolltest.
Also habe ich mit aller Kraft trainiert.
Mit wunden Händen habe ich ständig Blut und Wasser geschwitzt.
So oft habe ich das Schwert geschwungen.
Trotzdem wurde ich nie das Gefühl los,
dass du immer genau einen Schritt hinter mir warst.
Du hast dich mir weder genähert noch dich weiter von mir entfernt.
Wenn ich mich umgedreht habe, hast du stets lächelnd zu mir gesagt:
„Ich komm einfach nicht an dich heran, Bruder.“
Verstehst du es jetzt?
Ich war dir nie einen Schritt voraus.
Du hast mich nur immer einen Schritt vorgelassen.
Aber als der jüngere Zwilling,
in dem das Blut der Kirihara stärker als bei mir fließt, …
war dir das wohl nie klar, was?
Aber ich musste der Wahrheit ins Auge blicken, …
dass ich einen Albtraum lebe!
Und deswegen, Reiji, …
wollte ich stärker werden.
Für meine Rolle als Nachfolger,
für meine Rolle als großer Bruder,
aber vor allem für meine Rolle als ich selbst.
Dafür war ich zu allem bereit. Koste es, was es wolle.
Ist das dein verdammter Ernst?
Nur dafür hast du …
unseren Vater getötet?!
Kirihara-Stil!
Teufelköpfer!
Perfekt, genau so will ich dich haben!
Hasse mich, verabscheue mich,
sieh auf mich herab! Weg mit jeglichem Mitleid!
Zeig mir endlich, dass du es ernst meinst!
Mehr davon … Das reicht noch nicht!
Gib mir mehr davon!
Mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr!
Lass mich spüren,
wie sehr du mich töten willst!
Wie konnte das … nur passieren?
War ich es?
Ist er wegen mir so geworden?
Habe ich ihn zum …
Teufel gemacht?
Woah, das war knapp!
Sorry, Reiji!
Ich hätt dich fast niedergemetzelt.
Aber so aufgebracht, wie du bist, wäre das unfair.
Damit wäre alles gesagt, was es zu sagen gibt.
Also reicht das erst mal für heute.
Mach’s gut, Reiji.
War schön, dich mal wiederzusehen.
Nächstes Mal duellieren wir uns auf Leben und Tod, ja?
Schon wieder …
Er hat mich schon wieder …
am Leben gelassen.
Boah, so ’n Scheiß, ey!
Diese dumme Rinderhackfresse.
Haut auf mich drauf, als wär ich ’n beschissener Lukas auf der Kirmes.
So erschöpft, wie er sich zeigt,
liegt das wohl nicht nur an seinen Verletzungen, …
sondern vor allem daran.
He, können wir kurz reden?
Hm? Was ist denn?
Ich glaub, es gibt da was, worüber wir uns beide unterhalten sollten.
Ey, sei mal kurz leise.
Hä? Was soll das?!
Ich hab noch nicht mal angefa…
Wie lange ist das her, Ragō, …
dass wir uns von Angesicht zu Angesicht getroffen haben?
Schön zu sehen, dass du wohlauf bist, …
mein Freund von einst.
A-Amagi?!
Huch? Was für eine Ehre. Dann kennt man mich also schon?
Du konntest wohl einen Einblick in Ragōs Vergangenheit erhaschen.
Ihr scheint euch schon ziemlich nahezustehen, Ragō.
Eine Ironie des Schicksals, was?
Dem Menschen, dem du dich geöffnet hast, raubst du schrittweise sein Leben.
Was?
Nanu? Diesen Umstand hast du noch nicht mit ihm geteilt?
Aber da kommt man auch von selbst drauf.
Ein Gefäß, zwei Existenzen.
Solch eine Entität kann nur verflucht sein.
Wie sehr ihr auch aufeinander achtgebt,
werden Menschen und Mononoke nie Seite an Seite leben können.
Im Gegenteil:
Ihr müsst eure gemeinsame Kraft nur einmal zu stark beanspruchen,
damit deine Lebensflamme auf einen Schlag ausbrennt …
und nur noch Rauch übrig bleibt.
Hey, Ragō.
Verpassen wir ihm dieselbe Abreibung wie bei der Rinderfresse.
Was?!
Sag mal, hast du grad nicht zugehört?!
Doch, aber was ändert das?
N-Na, was wohl?!
Diese Kräfte einzusetzen, kostet dich dein Leben!
Ja, schon kapiert.
Aber wie die Schisser nur rumzustehen, bringt uns auch nicht weiter.
Ich lass mich lieber von dir auffressen,
als mich kampflos von dem umbringen zu lassen.
Wie’s aussieht,
komm ich nicht drumrum, meine Lebenskraft zu opfern.
Schwer zu sagen, ob dieser Junge bloß einfach gestrickt ist
oder tatsächlich logisch vorgeht.
Was soll ’n das jetzt?!
In jedem Fall …
bist du zu naiv.
Bei deiner jetzigen Kraft stellt sich erst gar nicht die Frage, ob du kämpfen sollst.
Jirō!
Das ist also dein kostbarer Wirtskörper.
Noch werde ich ihn nicht töten.
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