Le prime 200 righe.
Manchmal glaube ich, ich bin verflucht.
Wegen etwas, das vor meiner Geburt passierte.
Vor sehr langer Zeit, gab es diese Familie.
Der Papá war Musiker.
Er und seine Familie sangen, tanzten
und waren glücklich.
Aber er hatte einen Traum:
Für die Welt zu spielen.
Eines Tages
verschwand er mit seiner Gitarre
und kam nie zurück.
Und die Mamá...
Sie hatte keine Zeit, dem Musiker nachzuweinen.
Sie verbannte die Musik aus ihrem Leben
und fand einen Weg, für ihre Tochter zu sorgen.
Sie krempelte die Ärmel hoch
und machte Schuhe.
Es hätten auch Bonbons sein können,
Raketen
oder Unterwäsche für Wrestler.
Aber nein,
sie entschied sich für Schuhe.
Sie lehrte ihre Tochter, wie man Schuhe macht.
Und später, ihren Schwiegersohn.
Auch die Enkelkinder wurden eingespannt.
Mit der Familie
wuchs auch das Geschäft.
Musik hatte die Familie entzweit.
Schuhe hielten sie zusammen.
Diese Frau
war meine Ururgroßmutter,
Mamá Imelda.
Sie starb lange vor meiner Geburt.
Die Familie erzählt ihre Geschichte,
jedes Jahr am Día de los Muertos,
dem Tag der Toten.
Ihr kleines Mädchen
ist meine Uroma, Mamá Coco.
Hola, Uroma Coco.
Wie geht es dir, Julio?
Eigentlich heiße ich Miguel.
Uroma Coco erinnert sich nicht mehr so gut.
Trotzdem sprech ich mit ihr.
Ich erzähl ihr ziemlich alles.
Früher rannte ich so. Jetzt so, was viel schneller ist.
Gewonnen hat Wrestling Königin Coco.
Ich hab ein Grübchen auf der Seite, aber nicht auf der.
Grübchen, kein Grübchen.
Miguel, iss auf.
Meine Abuelita ist Uroma Cocos Tochter.
Du bist so ein Spargel, Mijo. Nimm noch ein paar.
Nein, danke.
Ich fragte, ob du mehr Tamales willst.
Gerne?
Ich wusste, du würdest das sagen.
Oma macht alles genau so
wie Ururoma Imelda.
Keine Musik.
Wir sind die einzige Familie in Mexiko, die Musik hasst.
Meine Familie stört das nicht.
Aber ich...
-Sei mittags zurück, Mijo. -Hab dich lieb, Mamá.
Ich bin nicht wie der Rest der Familie.
-Vielen Dank. -Gerne.
Sitz, Platz,
Rolle, Schütteln.
Faustcheck.
Braver Junge, Dante.
Ich sollte Musik nicht lieben.
Ich kann nichts dafür,
er schon.
Ernesto de la Cruz.
Der größte Musiker aller Zeiten.
Genau auf dieser Plaza
begann Ernesto de la Cruz' Aufstieg
zum beliebtesten
Sänger in der mexikanischen Geschichte.
Er war ein
Nobody aus Santa Cecilia wie ich.
Begann er zu spielen,
flogen ihm die Herzen zu.
Er drehte Filme,
hatte die coolste Gitarre,
konnte fliegen
und schrieb die besten Songs.
Mein Lieblingssong ist...
Denk stets an mich
Muss ich jetzt auch leider geh'n
Denk stets an mich
Wein deshalb keine Trän'n
Denn bin ich dann auch fern von dir trag ich dich in mei'm Herz
Für dich ein kleines Lied dann geht vorbei der Schmerz
Denk stets an mich
Wenn ich weggeh, sei nicht bang
Denk stets an mich
Und der Gitarre traurig Klang
Sagt, dass ich nur so sein kann bei dir allabendlich
Bis in mei'm Arm du wieder liegst
Er lebte ein Traumleben.
Bis 1942.
Als er erschlagen wurde
von einer riesigen Glocke.
Ich will so sein wie er.
Manchmal seh ich de la Cruz an
und habe das Gefühl,
dass uns etwas verbindet.
Wenn er Musik machen konnte,
schaff ich das irgendwann auch.
Wäre da nicht meine Familie.
Putz die Schuhe und erzähl keine Story.
Ich kann mit keinem darüber sprechen.
Wär ich du, sagte ich zu meiner Familie:
"Hey, ich bin Musiker.
Lebt damit."
Das könnte ich nie.
Du bist doch Musiker.
Ich weiß nicht. Ich meine, ich spiele nur für mich.
Wurde de la Cruz der Beste, indem er sein Können versteckte?
Er spazierte hier auf die Plaza
und spielte einfach drauflos.
Für heute Nacht.
Der Talentwettbewerb zum Día de Muertos.
Du willst wie dein Held sein? Dann meld dich an.
Meine Familie würde ausrasten.
Wenn du Angst davor hast,
putz weiter Schuhe.
Was sagte de la Cruz immer?
Nutze deinen Augenblick?
Lass mal hören.
Ich bin dein Publikum.
Was treibst du hier?
Lass meinen Enkel in Ruhe.
Er putzt Schuhe.
Ich kenn deine Tricks, Mariachi. Was hat er dir erzählt?
Er zeigte mir seine Gitarre.
Schäm dich.
Mein Enkel ist ein süßes, kleines Engelchen, ein echtes Schätzchen.
Er will nichts von deiner Musik.
Finger weg von ihm.
Mein armer Kleiner. Alles gut, Mijo.
Du hast hier nichts zu suchen.
Ab nach Hause. Sofort.
Wie oft haben wir es dir gesagt?
Die Plaza wimmelt voller Mariachis.
Ja, Onkel Berto.
Hau ab. Weg mit dir.
Das ist nur Dante.
Gib einem Straßenköter keinen Namen.
Er folgt dir für immer. Hol meinen Schuh.
Ich fand ihn auf der Mariachi Plaza.
Du weißt, was Oma von der Plaza hält.
-Ich putzte nur Schuhe. -Musikerschuhe.
Dort gibt's viele Kunden.
Wenn Oma sagt keine Plaza, dann keine Plaza.
-Was ist mit heute Abend? -Was ist da?
Es gibt einen Talent- wettbewerb.
Ich könnte mich...
Anmelden?
Vielleicht?
Man braucht Talent für einen Talentwettbewerb.
Was ist deines? Schuhe putzen?
Es ist Día de los Muertos. Keiner geht irgendwohin.
Heute geht's um die Familie.
Zur Ofrenda. Auf geht's.
Sieh mich nicht so an.
Es ist die eine Nacht, in der uns unsere Vorfahren besuchen können.
Die Bilder auf der Ofrenda weisen ihren Geistern den Weg.
Das ist sehr wichtig.
Ohne Bild können sie nicht kommen.
Wir haben Essen gekocht.
Alles, was sie zu Lebzeiten mochten.
Nur, um die Familie zusammenzubringen.
Du sollst dich nicht sonst wo
herumtreiben. Wo willst du hin?
Ich dachte, wir sind fertig.
Teil dieser Familie zu sein bedeutet, für sie da zu sein.
Ich will nicht,
-dass du endest wie... -Wie Uroma Cocos Papá?
Erwähne niemals diesen Mann.
-Besser, er bleibt vergessen. -Aber du hast doch...
Ich hab nur...
Papá ist zu Hause?
Beruhige dich.
Papá kommt nach Hause?
Nein, Mamá. Schon gut.
Ich bin da.
Wer sind Sie?
Ruh dich aus.
Ich bin streng zu dir, weil ich mir Sorgen mache, Miguel.
Was machen wir nur mit dem Jungen?
Du hast recht. Genau das braucht er.
Rein mit dir.
Los, Dante. Beeil dich.
Ich krieg noch Ärger wegen dir. Man könnte mich hören.
Wenn's nur jemand wollte.
Außer dir.
Perfekt.
Ich muss einfach singen. Und spielen.
Die Musik ist nicht nur in mir.
Ich bin Musik.
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