Le prime 200 righe.
44 Euro, Madame Coignard.
- Und das ist fürs Warten. - Oh, das ist aber nett. Danke!
- Lassen Sie es sich schmecken. - Oh, vielen Dank.
- Und hier Ihr Kassenbon. - Ja.
- Vielen Dank. - Auf Wiedersehen!
"Fürs Warten"...
Seit 20 Jahren bereite ich mein Fleisch so vor, warum sollte ich das ändern!
Wieso sollte sich je etwas ändern.
Wenn du dich doch mal so um mich kümmern würdest, wie um dein Fleisch.
Oder deinen Hund.
Mein Leben ist so grau und trist.
Tu doch endlich was!
Veggie-Power!
Nein, die Bank will uns kein Geld mehr leihen, es ist vorbei.
Aber du kannst das auch positiv sehen, Liebes.
Wolltest du dein ganzes Leben hinter der Metzger-Theke stehen?
Mir geht es viel besser, seit ich nicht mehr im Krankenhaus arbeite.
Davon abgesehen verdient Marc 12.600 Euro im Monat,
ohne das, was er nebenbei noch einnimmt.
Nein, Sosso, Sosso, Sosso!
Du weißt, ich mag Vincent.
Aber du verdienst einen Ehemann, der dich verwöhnt.
Wann hat er dir das letzte Mal etwas geschenkt?
Ich red nicht vom Preis, okay?
Marc hat mir diese Kleinigkeit aus Wildseide für 400 Euro geschenkt.
Aber man findet ja auch schöne T-Shirts aus Baumwolle.
Saint Tropez?
Wohl eher "Saint-Tristess".
270 Euro für ein Essen zu zweit.
Aber wir bereuen es nicht, man isst einfach wunderbar in Marokko.
Und die Marokkaner sind so nett.
Ganz anders als die, die es hier so gibt.
Dennoch gibt es dort echte Armut.
Marc hat einem Straßenkind, das Klebstoff geschnüffelt hat, 50 Euro geschenkt.
Mit 50 Euro kann er sich einen Vorrat anlegen.
- Vom Kleber. - Ja, stimmt.
Wir überlegen uns, was in Marrakesch zu kaufen.
Dort findet man ein anständiges Haus mit Pool für 3.000 Euro!
- Und das Personal kostet da nichts! - Fast nichts.
Und wir denken über eine vierte Filiale nach.
Wir verkaufen jetzt im Schnitt zwei Tonnen Fleisch im Monat!
Pro Geschäft.
Ja, ja, Liebling.
Allein in diesem Monat hab ich über 100.000 verdient.
Ja, er ist am Ende, total überarbeitet.
Hier, für dich, Vincent. Ein Geschenk.
Was ist das?
Mach auf!
2.500 Euro.
Und Marc hat sich die Luxusvariante gekauft, für 4.000, richtig?
Das ist wirklich nett, aber ich hab gar keinen Jagdschein.
Als ob man den braucht.
Ich gebe dir die Erlaubnis.
Damit durchlöchere ich ein Wildschwein aus über dreißig Meter Entfernung.
Und das ist robuster als ein Veganer.
Das kannst du mir glauben.
Sieh her!
Hopp...
Nein, pack das Ding weg!
Oh, nicht doch, hey! Sei keine Pussi.
Wir schuften das ganze Jahr über wie Sklaven,
und müssen uns dann noch von Hipster-Veganern anscheißen lassen.
Die können doch nur Karotten lutschen.
Bravo, Liebling!
Tot.
Kein quack-quack mehr!
Hier!
Dein Geschenk!
Unglaublich, dass Marc bald sein viertes Geschäft aufmacht.
Wo er dann weiter seinen Hormonscheiß verkauft.
Nicht mal unser Hund Pépère mag seinen Fraß.
Na, ich würde sie auch verkaufen, diese Hormonscheiße.
Sie haben wenigstens ein wunderschönes Haus.
Sie machen Urlaub, gehen nett essen.
Sie vögeln.
Sie vögeln, Vincent!
Es tut mir leid, aber ich werde mich von dir trennen.
Ich brauche einen Mann, der mir meine Träume erfüllt.
Hörst du, was ich dir sage? Vincent?
- Was soll das? - Das ist der Veganer, der den Laden verwüstet hat!
Ich schlag dem Kerl die Fresse ein.
Dieser verdammte Karottenkopf!
Ist er tot?
Scheint so.
Wenn er Fleisch gegessen hätte, wär er robuster gewesen!
Was machen wir?
Wie "Was machen wir?" Ich hab ihn nicht rückwärts umgenietet!
Nun ja...
Ich sage der Polizei, dass es ein Unfall war.
Spinnst du? Du hast was getrunken und ein Gewehr im Kofferraum!
Außerdem werden sie schnell rausfinden, dass er unseren Laden verwüstet hat!
Du wanderst in den Knast! Denk doch mal nach!
Was sollen wir denn sonst tun?
Wir machen es wie Michel François.
- Michel François? - Michel François?
Wer ist Michel François?
Michel François, "Das Hackebeil von Charleroi".
Über zehn Jahre lang
hat dieser Verwaltungsangestellte seine Opfer zerstückelt
und sie anschließend überall in der Stadt in Mülltonnen verteilt,
was eine Massenhysterie in ganz Belgien ausgelöst hat.
Jean-Paul Emile, "Der Totengräber aus Vaucluse".
In seiner Kindheit an Leukämie erkrankt,
entwickelte er einen unendlichen Hass gegen Krankenhaus-Clowns,
so dass er 34 von ihnen ermordet hat.
- Du bist noch wach? - Ich kann nicht schlafen.
Nachdem, was passiert ist, ist das verständlich.
Es ist nichts passiert, Vincent. Wir vergessen es.
- Was den Veganer angeht... - Es ist nichts passiert.
Wir vergessen es, stopp.
Und er ging soweit, die Löwen eines Zirkus
mit der Leiche des berühmten Clowns Rachid Pinder zu füttern.
Was hast du vor?
Ich leg mich hin.
Aber Vincent,
wir haben uns getrennt, also schlafen wir auch nicht zusammen.
Aber ich rühr dich nicht an.
Ist mir bewusst, dass du mich nicht anrührst.
Und wo soll ich schlafen?
Hey! Es ist Zeit!
Vincent!
Ich hab nicht geschlafen, ich bin erledigt.
- Wo ist er? - Wer?
Der Schinken, der im Lagerraum war.
In der Schneidemaschine.
- Du könntest mich vorher fragen! - Wie, wenn du erst mittags aufstehst?
- Hast du was davon verkauft? - Was machst du denn?
Hast du jemanden was davon verkauft?
Der Schinken! Mein Mann und ich haben noch nie so etwas gegessen!
Ich nehme noch zehn Scheiben!
Es war doch gut, dass ich ihn verkauft habe!
Vincent?
Möchten Sie denn nicht lieber ein Andouillette? Frisch und lecker.
Madame Coignard möchte von dem Schinken, also gib ihr Schinken!
Ja, wenn es Ihnen nichts ausmacht, nehm ich nochmal Schinken.
Haben Sie einen neuen Lieferanten?
- Nein. - Doch!
Ach was! Wieso sagst du mir das nicht?
Gib mir ein Stück zum Kosten.
Vincent.
Bist du dir da sicher?
Ja, aber ich kann mir auch selbst was nehmen.
- Nein, ich... - Danke.
- Ich schneide... - Super.
- ...was runter! - Gut. Ich warte.
Das Stück ist ja winzig.
Wärst du so freundlich und gibst mir ein größeres Stück?
Sind die Kinder wohlauf?
Danke der Nachfrage, ja.
- Oh mein Gott... - Was?
Das ist...
- Bigorre-Schwein? - Nein, das ist kein Bigorre-Schwein.
Aber es ist köstlich! Was ist es?
Es ist...
Schweinefleisch aus dem Iran.
- Iran? - Aus dem Iran?
Iran.
Weil nach der Revolution der Ayatollah
in den 70er Jahren das Volk dazu aufrief,
alle Schweine zu vernichten.
Doch einige von ihnen wurden illegal gehalten.
Und einem französischen Züchter ist es gelungen ist,
ein paar Schweine außer Landes zu schaffen.
- Iran! - Gut gemacht.
Danke!
- Hier bitte, Madame Coignard! - Wiedersehen!
Die neuen Etiketten sind gut. Eine schöne Farbe.
Aus dem Iran?
Wer ist der Züchter?
- Martin. - Martin?
Quatsch nicht. Der beliefert uns nicht mehr.
Woher kommt dieses Fleisch?
Ich wollte es dir gestern Nacht erklären.
Ich konnte es nicht wie François Michel machen.
- Er heißt Michel François. - Michel François.
Ich dachte mir, es wäre besser ihn zu verarbeiten,
und ihn dann mit der abgelaufenen Ware wegzuwerfen, nach und nach.
Das war Menschenfleisch?
Veganes! Ein Pflanzenfresser.
Du lässt Madame Coignard Menschenfleisch essen?
Ich werde es sofort entsorgen.
Nein, Vincent, warte.
Es schmeckt so gut.
- Du spinnst ja wohl. - Probier's.
Du bist völlig verrückt!
Aber dass ich davon gegessen habe, stört dich wohl überhaupt nicht!
Du wusstest es nicht besser.
Ein Fleischliebhaber wie du darf sich das nicht entgehen lassen!
Probier's!
Nur ein kleines Stückchen! Probier's!
- Ist es wirklich so gut? - Ich hätte Lust, mehr davon zu essen.
Nein! Ich werfe alles in den Müll!
Vincent! Warte! Es wäre doch eine Schande, es nicht zu Ende zu bringen.
Außerdem ist es doch das perfekte Verbrechen!
Es gibt keine Leiche!
Wir müssen niemanden begraben, noch verbrennen. Er wird ausgeschissen!
- Das ist Kannibalismus! - Du nun wieder!
Seit 2.000 Jahren essen wir den Leib Christi., das stört niemanden.
- Guten Tag. - Guten Tag.
Die Halal-Metzgerei ist auf der anderen Straßenseite.
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