Ghermanya: Germany in Ghana

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Mein Name ist Isaac Benuyenah. Ich bin römisch katholischer Priester.

Ich arbeite zur Zeit in Fodome, einem Ort in der Volta Region in Ghana.

Ich war dort, als sie angefangen haben das hundertjährige Jubiläum der Kirchengemeinde zu planen.

Das hat mich dazu geführt die Anfänge der Kirchengemeinde und auch die traditionelle Geschichte der Leute zu recherchieren

um ein historisches Buch zum hundertjährigen Jubiläum der Kirchengemeinde zu schreiben.

Und ich habe nicht nur das Geschichtsbuch über Fodome geschrieben, sondern auch eines über mein Dorf.

Ungefähr zur selben Zeit haben wir auch das hundertjährige Jubiläum in der Kirche meines Dorfes Wusuta gefeiert.

Ich habe also zwei Bücher geschrieben, in denen ich realisierte, dass viele Deutsche in den beiden Gemeinden gearbeitet haben.

Als ich die Geschichte der katholischen Kirche in Fodome recherchierte... und auch die Geschichte des Dorfs...

Die Kirche kam aus Kpalimé in Togo, oder Lomé, dem Hauptsitz der deutschen Missionare.

Sie kamen von Lomé über Kpalimé und überquerten schließlich die heutige Grenze bei Wli.

Und als sie ins heutige Ghana kamen, brauchten sie Übersetzer für die Kommunikation mit den von ihnen evangelisierten Menschen.

Also lehrten sie ein paar dieser Frauen und Männer Deutsch. Diese übersetzten dann immer wenn sie predigten.

Und es waren dieselben Leute, die später die ersten Lehrer in den von den deutschen Priestern gegründeten Schulen wurden.

Meine Onkel, ungefähr acht, waren Schüler der Deutschen.

Sie gingen im Jahr 1918 zur Schule.

So lernten sie Deutsch. Also lernte ich auch ein wenig von ihnen.

Es gab einige von den Deutschen ausgebildeten Lehrer.

Diese unterrichteten weitere Menschen in der deutschen Sprache, Arithmetik,

Mathematik und in anderen Fächern. Das waren die grundlegenden Sachen, die zu der Zeit an den Schulen unterrichtet wurden.

Sie waren Lehrer. Sie haben in Schulen unterrichtet. Und sie haben in Kpalimé gearbeitet weil die Deutschen dort vor einiger Zeit regierten.

Und es gab viele Absolventen, die es mit Hilfe der von den Deutschen ausgebildeten Lehrer, bis zum Universitätslevel geschafft haben.

Da damals noch die Deutschen regierten gab es keine Engländer hier.

Wenn du zur Schule gingst trafst du dort auf den deutschen Mann. Sie lernten also Deutsch, wie wir heute Englisch.

Also lernten seine Onkel die deutsche Sprache und wenn sie nach Hause kamen, brachten sie es ihm bei.

Die Deutschen kamen ca. 1910 hierher. Sie blieben hier und die Leute lernten von ihnen.

Vor dem ersten Weltkrieg. Der erste Weltkrieg war von 1914 bis 1918.

Die Deutschen wurden von den Briten verdrängt und so wurde unsere Region Teil der britischen Kolonie.

Englisch wurde Amtssprache und mit der Zeit geriet die deutsche Sprache in den Hintergrund.

Aber heute noch kann man auf Absolventen der Deutschen treffen, die etwas Deutsch können.

Wir mögen sie sehr, die Deutschen. Weil sie sehr gewissenhaft arbeiteten.

More than 150 years ago, we Germans, as well as the Swiss, the Austrians and others,

sent missionaries to Ghana to evangelize the people.

Actually the Ghanaians should send their people to Germany, because by now there are enough people to evangelize there.

In Germany you can ask people: Do you belong to a church?

And you will hear yes or no. In Ghana that is completely clear. The question in Ghana is: Which church do you belong to?

Ihr Hauptziel war es den Leuten dieser Gemeinde das Christentum näher zu bringen.

Um das zu tun waren die ersten beiden Deutschen im Jahr 1886 hier.

Sie gingen zurück und berichteten von diesem Ort und kamen dann wieder.

Es ging weiter und sie sahen, dass sie viele Leute überzeugen konnten Jesus Christus, unserem Gott, zu dienen.

Dort oben steht eine Kapelle, die im Jahr 1889 von den Deutschen errichtet wurde, sowie auch das Missionshaus.

Dieses wird heute aber als Verwaltungsgebäude der Pädagogischen Hochschule genutzt.

Nach 50 Jahren wurde das Gipfelkreuz gebaut. Im Zuge einer Modernisierung wurde es vergrößert.

Das Kreuz dort oben wurde von den Deutschen am 15. November 1939 errichtet und sollte an das 50-jährige Jubiläum erinnern.

Die Volta Region, ein Großteil davon, gehörte zur Deutschen Kolonie Togoland.

Es gibt sogar einen ghanaischen Archäologie-Professor, der dort Nachforschungen anstellt.

Ich war bei einem Vortrag von ihm, in dem er viele Dinge zeigte, die den deutschen Einfluss in Ghana verdeutlichten.

Zum Beispiel ihre Architektur und auch einige Fundstücke, unter anderem deutsche Bierflaschen und andere Dinge von damals.

Als die Deutschen im damaligen Transvoltatogoland waren, war Kpando ihr Verwaltungssitz.

Wenn man nach Todzi geht, kann man noch die Gebäude sehen. Auch das Gefängnis von damals gibt es noch.

Und die Doktorin Marquart kam und baute das Kpando Krankenhaus hier.

Natürlich baute die Kolonialregierung damals auch Gefängnisse um für Recht und Ordnung zu sorgen.

Und jetzt hat die ghanaische Regierung das Gefängnis dort übernommen

und es dient immer noch dem Wahren von Recht und Ordnung.

Wir sind hier im Fort Prinzenstein. Es wurde von den Dänen gebaut.

Sie begannen mit dem Bau 1700 und vollendeten es 1748.

Sie kauften Sklaven aus Togo, Benin, Nigeria und aus Ghana, das früher Goldküste hieß.

Die Sklaven wurden also hierher gebracht und ein oder zwei Monate hier gehalten, bevor sie über den Atlantik transportiert wurden.

Die Missionare kamen dann 1853. Es waren Deutsche aus Bremerhaven.

Sie lebten hier mit den Dänen für einige Jahre.

Wegen der schrecklichen Behandlung der Sklaven gründeten sie schließlich ihre eigene Schule und Kirche

auf der anderen Seite des Forts, nur einen Steinwurf entfernt.

Von dort aus verbreiteten sie das Christentum nach Anyako, Peki und andere Teile der Volta Region.

Die Kirche, die sie damals errichteten ist vom Meer zerstört worden.

Als die Missionare hier waren, starben ein paar von ihnen.

Wir sind jetzt auf dem Friedhof der deutschen Missionare, die hier in Keta starben.

Viele von ihnen starben, manche an Hitzschlag, manche an Malaria, und andere durch die hygienischen Umstände.

Das Trinkwasser war damals nicht gut genug für sie, sie hatten Durchfall, Diarrhö und all diese Sachen.

Sie starben und wurden hier, in unserem Boden begraben. Dies hier sind die Grabsteine.

Diese Grabsteine waren eigentlich auf dem ursprünglichen Friedhof der evangelischen Kirche.

Wegen der Meereserosion wurden sie hierher verlegt.

Keta gehörte nicht zur deutschen Kolonie , aber von Aflao bis in den Norden der Volta Region gehörte alles zum Transvoltatogoland.

Trotzdem benutzten sie ihre Währung auch hier. Deshalb kann man hier noch deutsche Münzen im Boden finden.

Mein Vater ist in der Volta Region geboren.

Mein Großvater ist in der Volta Region geboren.

Deshalb denke ich, ich bin voller Voltarianer.

Was ich durch meine Geschichte erfahren habe ist, dass die Deutschen vor langer Zeit hier waren.

Wir alle wollen, dass das Transvoltatogoland zurück kommt,

dass wir uns von Ghana und Togo separieren und unser eigenes Land gründen.

Unser Plan in der Zukunft ist: Wir wollen, dass die Deutschen zurück in die Volta Region kommen, wenn wir unabhängig von Ghana sind.

Wenn sie die Deutschen hier geduldet hätten

und sie nicht vertrieben hätten, sie uns regieren würden, die Dinge würden anders laufen, als sie es heute tun.

Wir wollen von den Deutschen kolonialisiert oder regiert werden.

Nein!

Weil wir wissen: Dies ist Afrika.

Und Afrika ist nicht das Gebiet der Weißen.

Hohoe ist nicht das Gebiet der Deutschen, die Volta Region ist nicht das Gebiet der Deutschen.

Wir können nicht unser Land besitzen, während die Deutschen trotzdem noch kommen und uns regieren, dann wäre es doppelt regiert.

Wir wollen nicht in der Zeit zurück gehen, in die Zeit der Ignoranz.

Als unsere Urgroßväter nicht gebildet waren, versteht ihr.

Sie wurden von den Weißen regiert. Diese betrogen uns, nahmen unsere Schätze, unseren Schmuck, unsere Besitztümer.

Besitztümer, die vor ungefähr 200 Jahren gestohlen wurden, werden immer noch in Europa behalten.

Wenn wir ihnen also erlauben würden zurück zu kommen um uns zu regieren, ich glaube nicht, dass das das Beste wäre.

Also sollten wir weiterhin uns selbst regieren.

Obwohl die Volta Region in Ghana ist, leben wir weniger gut als viele Ghanaer.

Weil die Volta Region historisch zu den Deutschen gehörte und von ihnen kolonialisiert wurde,

gibt es viele staatlichen Förderungen und Maßnahmen, die nicht diese Region begünstigen.

Weil, wenn es wirklich so passiert, dass die Region in Zukunft unabhängig wird,

hieße das, dass der Staat Ghana Investitionen verloren hätte.

Gut, dann soll es aber auch so passieren. Wir werden unabhängig und ein König oder ein Präsident soll regieren.

Dieser muss aus irgend einem Teil der Volta Region kommen

aber es darf kein Fremder sein, kein Deutscher.

Also in der Zukunft wollen wir eine Frau auf dem Präsidentenstuhl. Frauen können auch mitmachen und so weiter...

Wenn die Volta Region eigenständig ist wird sie nicht mehr Vola Region heißen.

Wir werden sie umbenennen.

Der neue Name wird einen Buchstaben von den Deutschen bekommen und weitere Buchstaben von den anderen Städten der Volta Region.

Wir bringen alle zusammen und formen daraus einen Namen für die Volta Region.

Was für ein Name der neue Staat dann haben wird, bleibt in der Entscheidung der Gesetzesmacher.

Die, die sich zusammen setzen werden, wenn wir unsere Unabhängigkeit erlangt haben.

Wir wollen, dass die Deutschen einen Zugverbindung bauen, von Ghana nach Deutschland, unter dem Meer.

Auch wenn wir nicht viel Geld haben um das umzusetzen. Aber es wird eine Einigung geben.

Wir haben mehr Ressourcen, Öl und so weiter.

Sie werden für die Zukunft planen und auch wenn wir uns verschulden und am Ende bei null rauskommen, ist es in Ordnung.

Ein Tunnel von der Volta Region nach Deutschland ist keine einfache Aufgabe.

Aber ich weiß, mit der Hilfe ihrer Technologie werden wir es sehr leicht schaffen. Und ich hoffe, dass es gemacht wird.

Der Akosombo Staudamm, alles wird zurück zur Volta Region kommen, weil es zu uns gehört.

Die Ghanaer wollen nicht, dass wir unabhängig werden, nur wegen dem Staudamm.

Falls wir uns abspalten, wird ihnen etwas fehlen.

Deshalb haben sie vor einiger Zeit das Gebiet des Staudamms in die Eastern Region verlegt, was sehr schlecht ist.

Der Stausee gehört uns, Es ist unser Land, auf dem der See entstanden ist.

Wir sind stolz darauf und werden ihn zurück fordern, wenn wir eine Nation sind.

Sie waren schon einmal hier. Wir sehen, sie sind hartarbeitend.

Sie haben mehr Technologien, wir können alle voneinander profitieren.

Wir bewegen uns in eine andere Richtung. Die globale Welt wird zu einem technologischen System.

Die Deutschen sind dabei sehr gut. Also erwarten wir, dass sie uns viel bringen, wenn sie kommen.

Brücken, die damals von den Deutschen gebaut worden sind, sind immer noch in Benutzung.

Die Straßen von Keta bis in den Norden. Ich kann euch Teile des Straßenbelags, der seit der deutschen Ära dort liegt, zeigen.

Es ist eine sehr gute Sache, die sie gemacht haben.

Aber heute kommen Bauunternehmer, machen dubiose Arbeit und lassen es einfach so.

Die Volta Region war nun für eine lange Zeit abgeschnitten.

Deshalb entscheiden wir uns definitiv, dass wir zurück wollen. Ich hoffe, dass es spätestens 2020 so weit sein wird.

Sie können uns schon behilflich sein.

Und was auch immer sie brauchen, das wir haben. Es wird eine Vereinbarung geben und wir geben es ihnen.

Und wenn sie auch irgendeine Hilfe für Afrika, für Ghana oder für die Volta Region haben, kein Problem.

Die Art und Weise, wie wir Englisch lernen, obwohl es früher kein Englisch gab.

Es gibt andere Sprachen. Aber wir wollen, dass die Deutschen kommen und uns viel beibringen.

Die Sprache wird sich ins Deutsche wandeln. Auch wenn wir unsere eigene Sprache haben, Deutsch wird Amtssprache.

Das ist was ich und andere darüber denken.

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