200 ensimmäistä riviä.
Fritz Langs "M" wurde am 11. Mai 1931 in Berlin uraufgeführt. Seitdem war der Film in verschiedenen Versionen und Längen zu sehen, die nicht dem Original entsprechen. So waren sowohl die britische als auch die französische Verleihfassung (beide 1932 erschienen) anders geschnitten und teils sogar mit veränderten, neu gedrehten Inhalten ersetzt worden. Lang hatte zu dem Zeitpunkt keinen Einfluss mehr auf diese Produktion.
Auch die Wiederaufführung im Jahr 1960 entsprach nicht dem Original von 1931. Gekürzt auf 96 Minuten, wurden hier Tonquellen neu aufgenommen und eingeschnitten. Wesentliche Teile der von Fritz Lang und Thea von Harbou recherchierten Arbeit der Kriminalisten waren nicht mehr vorhanden. Über die Jahrzehnte hinweg gab es mehrere Versuche, den Film wieder in seine Ursprungsfassung zu restaurieren.
Diese restaurierte Fassung vervollständigt Fritz Langs Filmklassiker auf 111 Minuten. Zugelassen wurde der Film laut Zensurkarten mit einer Länge von 117 Minuten. Allerdings ist es nach den jetzt vorliegenden Erkenntnissen nicht völlig sicher, dass diese Fassung auch so zur Aufführung gekommen ist. Mehrere Sequenzen, die noch in den Zensurkarten aufgelistet sind, wurden weder in zeitgenössischen Berichten noch von Fritz Lang selbst je erwähnt.
Diese restaurierte Fassung wurde 2011 erstellt von TLEFilms Film Restoration & Preservation Services in Zusammenarbeit mit CNC / Archives françaises du film in Bois d'Arcy, Frankreich. Unterstützung kam von der Deutschen Kinemathek, Berlin und der PostFactory GmbH.
Warte, warte, nur ein Weilchen,
bald kommt der schwarze Mann zu dir,
mit den kleinen Hackebeilchen
macht er Schabefleisch aus dir!
Du bist raus.
Warte, warte, nur ein Weilchen,
bald kommt der schwarze Mann zu dir
mit dem kleinen Hackebeilchen
macht er Schabefleisch aus...
Ihr sollt das verfluchte Lied nicht singen, hab ich euch gesagt!
Könnt ihr denn nicht hören?
Immer das verfluchte Lied.
Warte, warte, nur ein Weilchen,
bald kommt der schwarze Mann...
Ich kann nicht mehr.
Ist das schwer!
Was hast du denn?
50 Mal kannst du den Gören verbieten, das verdammte Mörderlied zu singen.
Den ganzen Tag brüllen sie's dir in die Ohren.
Als ob man nicht genug vom Mörder hörte!
Lass sie doch.
Solang man sie singen hört, weiß man
wenigstens, dass sie noch da sind.
Na ja.
Hast du wieder recht.
GEMEINDESCHULE
Schule
10000 Mk. Belohnung! Wer ist der Mörder? Seit Montag, dem 11. Juni ds. Js., werden vermißt: Der Schüler Kurt Klawitzky und dessen Schwester Klara, wohnhaft gewesen Müllerstr. 470. Aus verschiedenen Anzeichen ist zu schließen, daß die Kinder einem ähnlichen Verbrechen zum Opfer gefallen sind, wie im Herbst vorigen Jahres die Geschwister Doering. Besonders wichtig ist die Beantwortung folgender Fragen:
Du hast aber einen schönen Ball.
Wie heißt du denn?
Elsie Beckmann!
Ist Elsie nicht mitgekommen?
Nö, mit uns ist sie nicht mitgekommen!
Fein!
Danke schön!
Die neue Fortsetzung, Frau Beckmann. Spannend, aufregend, sensationell.
Ja, ja.
Augenblick, Herr Gehrke.
Sagen Sie mal, Herr Gehrke?
Ja?
Haben Sie Elsie nicht gesehen?
Ne.
Ist sie nicht vor mir hier raufgelaufen?
Ne.
Sie ist noch nicht zu Hause.
Na, dann wird sie wohl bald kommen. Auf Wiedersehen.
Auf Wiedersehen, Herr Gehrke.
Elsie?
Einkauf von Lumpen! Papier! Altes Eisen!
Elsie!
Elsie!
Extra-Ausgabe! Extra-Ausgabe!
Extra-Ausgabe!
Extra-Ausgabe!
Ich kann jetzt nicht wechseln! Extra-Ausgabe!
Man kann nicht mal mehr seine Kinder zur Schule schicken.
Extra-Ausgabe!
Wer ist der Mörder?
Da die Polizei meinen ersten Brief der Öffentlichkeit vorenthalten hat, wende ich mich nun gleich an die Presse! Forschen Sie nach, Sie werden bald alles bestätigt finden. Aber ich bin noch nicht am Ende!
10.000 Mark Belohnung!
- Geht das schon wieder los? - Das ist ja furchtbar!
Das Kleingedruckte kann keiner lesen!
Vorlesen da vorne!
Vorlesen!
Der unbekannte Mörder...
Lass ihn doch lesen!
hat ein neues Opfer gefordert.
Lauter, man versteht nichts!
Aus bestimmten Anzeichen geht hervor, dass auch dieser neue Mord
von demselben gespenstischen Unhold begangen wurde,
dem bereits acht Kinder zum Opfer fielen.
Immer wieder muss darauf hingewiesen werden,
dass es die heiligste Pflicht jeder Mutter, jedes Vaters ist,
mehr als je ihre Kinder vor der Gefahr zu warnen.
Umso mehr, als es sich um eine Gefahr handelt,
die sich ihnen wahrscheinlich in freundlichster Form nähert.
Etwas Süßes, ein Spielzeug, ein Apfel kann Verlockung genug sein,
um einem Kinde zum Verhängnis zu werden.
Richtig.
Lies doch mal weiter.
Die Nervosität wird dadurch gesteigert,
dass die Bemühungen der Kriminalpolizei,
des Mörders habhaft zu werden, bisher leider erfolglos geblieben sind.
Aber die Polizei steht vor der fast unlösbaren Aufgabe,
einen Täter zu fassen, der bisher keinerlei Spur hinterlassen hat.
Wer ist der Mörder?
Wie sieht er aus?
Wo verbirgt er sich?
Niemand kennt ihn.
Und doch ist er mitten unter uns.
Und jeder, der neben dir sitzt, kann der Mörder sein.
Jawoll.
Sehr richtig.
Was kiekst denn mich dabei so an?
Na! Wirst du schon wissen.
Was soll ich wissen?
Na, denk mal nach!
Wird dir schon einfallen.
Was willst du damit sagen?
Ich hab dich schon gesehen,
wie du hinter der Kleinen aus dem 4. Stock die Treppe hoch bist.
Du bist verrückt, du Schweinskerl!
Wer ist ein Schweinskerl? Ich? Oder er mit den kleinen Mädchen?
Saukerl, du! Du, du Lump, du!
Du Mörder!
Aber meine Herren! Meine Herren!
Du, ich... Wir sprechen uns vor Gericht, du!
Dich bring ich ins Zuchthaus, mein Junge!
Er hat's doch nicht so gemeint.
Du, du Verleumder, du! Du gemeiner Ehrabschneider!
So ein Verleumder! So ein Ehrabschneider.
Auf so was lässt sich die Polizei ein.
Hausdurchsuchung.
Diese Schande!
Ein anonymer Wisch und Hausdurchsuchung!
Herr Jäger, nun beruhigen Sie sich doch. Wir tun nur unsere Pflicht.
Wenn man selber keine ruhige Minute mehr hat
vor lauter Angst um die Kinder.
Na sehen Sie.
Grade darum muss die Polizei jede Spur verfolgen.
Jeder Mensch auf der Straße kann der Täter sein.
Können Sie mir sagen, wie spät es ist?
Ja, mein Kind.
Jetzt musst du aber schnell nach Hause gehen.
Wo wohnst du denn, mein Kind?
Was geht das Sie an, wo das Kind wohnt?
Wie...
...bitte?
Was wollen Sie von der Kleinen?
Gar nichts will ich!
Was wollen Sie denn überhaupt?
Das wirst du gleich sehen.
Lassen Sie mich los!
Das ist eine Unverschämtheit!
Was ist los hier?
Unverschämt!
Was will der Brillenaffe?
Hab dich nicht so! Erst Kinder anquatschen...
Hau ihm doch eins in die Schnauze!
Dann auch noch kess werden!
Lassen Sie mich los! Ich hab das Kind nicht angesprochen!
Wollten die Kleine verschleppen?
Umbringen, wie die anderen!
Vielleicht ist er der Mörder!
Ich bin kein Mörder!
Ruft doch die Polizei!
Wieder kein Schupo hier.
Herr Wachtmeister! Herr Wachtmeister!
Herr Wachtmeister!
Platz machen, meine Herrschaften. Den Eingang freimachen.
Einen Taschendieb festnehmen, das könnt ihr.
Fangt lieber den Kindermörder!
Was, der Kindermörder?
Kindermörder?
Weitergehen! Nicht stehenbleiben.
Was denn, Mörder? Was wollen Sie?
Berlin, Montag, 17. November 1930 Mörder schreibt an Presse Da die Polizei meinen ersten Brief der Öffentlichkeit vorenthalten hat, wende ich mich nun gleich an die Presse! Forschen Sie nach, Sie werden bald alles bestätigt finden. Aber ich bin noch nicht am Ende! Das Faksimile des an uns gesandten Briefes, dessen Schreiber der seit Monaten gesuchte Mörder zu sein behauptet.
Das ist ein Skandal sondergleichen!
Was glauben Sie, Herr Polizeipräsident,
was so eine Notiz für einen Eindruck auf die Menschen macht.
So etwas ist unverantwortlich!
Herr Minister, wir können dem Mörder nicht verbieten,
Briefe zu schreiben an wen er will.
Wahrscheinlich empfindet der schwer pathologische Mann
eine große Genugtuung dabei,
seine Taten in den Zeitungen geschildert zu sehen.
Wir haben uns sofort mit der Redaktion in Verbindung gesetzt
und uns das Original geben lassen.
Es wird vom Erkennungsdienst bearbeitet.
!Fingerabdruck-Karte Polizei Präsidium Berlin Männlich Aktenzeichen: B. Rg. 420/17 Familienname: Ernst (Vierfingerernst) Vornamen: Richard Stand: Arbeiter geboren am 2 IV. 1895 in Frankfurt a/O, Staat: Pr. Rechte Hand: 1. Rechter Daumen 2. Rechter Zeigefinger 3. Rechter Mittelfinger 4. Rechter Ringfinger 5. Rechter Kleinfinger
Natürlich ist es fast ausgeschlossen,
dass ein Papier, das durch so viele Hände ging,
noch brauchbare Fingerabdrücke enthält.
Trotzdem wird nichts unversucht gelassen, um durch Vergleiche
mit unseren Karteien doch noch etwas Verwendbares zu finden,
das uns der Lösung näher bringt.
Dann wird der Brief graphologisch begutachtet.
Der oben erwähnte Rautenzug oder Schwellzug, Klammer,
am deutlichsten in dem Worte "bald",
dritte Zeile von unten, Klammer zu,
Haben Sie?
Ja.
...registriert die pathologisch starke Sexualität
dieses Triebmenschen.
Punkt.
Die zerbrochene Schreibart mancher anderer Buchstaben
ist in ihrer zeichnerischen Weise
ein Ausdruck von Schauspielerei,
die nach außen hin
die Form der Indolenz,
ja der Trägheit wählen kann.
Im ganzen Schriftbild liegt ein schwer erweisbarer,
aber intensiv fühlbarer Zug von Wahnsinn.
Ja. Ja, ja, ja, Herr Polizeipräsident, gewiss!
Ich bezweifle durchaus nicht, dass Sie Ihre Pflicht tun!
Ihre Beamten auch, gewiss.
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