Las primeras 200 líneas.
“MAN KANN EINEN OZEAN NUR ÜBERQUEREN,
WENN MAN ES WAGT, DAS UFER AUS DEN AUGEN ZU VERLIEREN.”
Hörst du die Stille?
Wenn etwas passieren sollte,
gibt es nichts in meinem Leben, was ich bereuen würde.
Das Leben ist zerbrechlich, und man hat ein Gefühl der Hilflosigkeit.
Ich kann nicht mehr.
Ich möchte... einfach nach Hause.
ÜBER EINEN OZEAN ZU RUDERN IST EINE HÖCHST GEFÄHRLICHE UNTERNEHMUNG.
VIELE HABEN ES VERSUCHT, WENIGEN GELANG ES.
RUDERER GERETTET
Der Pazifik ist ein mächtiger Ozean.
Nur wenigen ist es je gelungen, ihn zu überqueren.
Sie wurden vor 11 Tagen aus dem Meer gezogen.
RUDERER VERMISST
Eine 6 m hohe Welle erfasste das Boot.
Zwei Frauen hielten sich 16 Stunden
im Atlantik am Bug ihres Ruderboots fest.
Es war ihr zweiter vergeblicher Versuch.
EIN DUNKLER TAG
Dramatische Rettung: Eine Riesenwelle überraschte sie
und kippte ihr Boot im Handumdrehen.
Sie hielt sich mit aller Kraft fest, während das Boot wiederholt kenterte.
Die Reise wäre fast zur Tragödie geworden.
GEKENTERT
IM APRIL 2015 BEGANN DIE “COXLESS CREW”
IHRE ÜBERQUERUNG DES PAZIFIK.
DIES IST IHRE GESCHICHTE.
Vier Frauen stellen sich
einer unglaublichen Herausforderung.
Als erste Frauen-Crew
wollen sie 14.816 km über den weltgrößten Ozean rudern.
Eine unglaubliche Reise per Ruderboot über den Pazifik.
FRAUEN RUDERN ÜBER PAZIFIK
Von Kalifornien nach Cairns in Australien.
Zwei rudern, während zwei schlafen,
abwechselnd alle zwei Stunden, 24 Stunden pro Tag.
Kein Hilfsboot steht ihnen zur Seite.
Sie rechnen mit einer 6,5 Monate langen Fahrt.
Wieso stellen sich vier Frauen dieser Gefahr,
der wohl schwierigsten Meeresüberquerung der Welt?
EINE STUNDE BIS ZUR ABFAHRT
Laura?
Danke!
Ich bin Laura Penhaul von der Coxless Crew.
Seltsam, hier zu sein, nach dreieinhalb Jahren.
DREI JAHRE BIS ZUR ABFAHRT
Wir wollen die richtige Crew wählen,
die richtigen Persönlichkeitstypen.
Wir konzentrieren uns momentan aufs körperliche Training,
aber 80 % wird von unserer psychischen Stärke abhängen.
Eine riesige Expedition.
Es sich vorzustellen ist eine Sache.
LAURA REKRUTIERT
Es war ein weiter Weg zur Startlinie.
Im Oktober 2012 beschlossen wir, Breast Cancer Care zu vertreten.
Ich investierte meine Ersparnisse in den Bau von Doris.
BOOTBAU BEGINNT
Nach anderthalb Jahren stieß
Emma Mitchell, Cambridge, zum Team.
Es war viel Arbeit, die Sponsoren zu sichern.
ERSTE SPONSOREN GESICHERT
Im Mai 2014 schlossen wir die Rekrutierung ab, mit Izzy, Natalia
und unserem Reserveteam, Lizanne und Meg.
RESERVERUDERINNEN REKRUTIERT
Wir haben geistig und körperlich hart trainiert,
damit wir mit allem fertigwerden können.
SECHS MONATE BIS ZUR ABFAHRT
Man muss flexibel sein. Das gehört dazu.
Wenn dir jemand hinterherfährt,
hast du immer im Hinterkopf:
“Wir hüpfen einfach auf das größere Boot,
denn da ist es etwas bequemer.”
Statt den Sturm durchzustehen, den Plan durchzuziehen.
Wenn Leute unser Vorhaben infrage gestellt haben,
hat mich das nur noch mehr bestärkt.
LAURAS ELTERN
Sie wollte keine verpasste Chance bereuen.
Sie sagte: “Wir machen das.”
Erst muss alles in die Kabine passen.
Dann können wir los.
Jetzt ist es schön, mich in die Riemen zu legen.
Mal sehen, ob es in Australien auch noch so ist.
Als Emma mit dem Rudern anfing, war sie circa 12, 13 Jahre alt.
EMMAS MUTTER
Es wurde zu ihrer Passion.
Es war phänomenal, was für eine Wirkung es auf sie hatte.
Es gab ihr Fokus, Antriebskraft, Stärke und Charakter.
Sie liebte es.
Sie ging um fünf aus dem Haus.
Sie war blau vor Kälte, wenn sie heimkam.
Es könnte eine Midlife Crisis sein, aber eine eindrucksvolle.
“Was hast du gemacht?” “Den Pazifik überquert.”
Natalia unterzieht sich einem EKG.
EIN MONAT BIS ZUR ABFAHRT
Sie lebt seit 15 Jahren ein tolles Leben,
zieht von Ort zu Ort und tut nur,
was sie wirklich liebt.
Es ist verrückt. Ich habe noch nie jemanden wie sie kennengelernt.
NATALIAS ELTERN
Sie muss nicht heiraten und Kinder kriegen.
Sie muss ihr eigenes Leben leben.
Sie soll Erfüllung finden in allem, was sie tut.
Alle meine Erfahrungen bisher
haben dazu beigetragen, dass ich jetzt hier bin.
Es fühlt sich komisch an.
Es fühlt sich fast wie ein Training an.
Aber bald setzt sicher das Realitätsgefühl ein.
Isabel hat im Himalaya über 6000 m hohe Gipfel erklommen,
und als sie von dieser Sache hörte,
sah sie es als eine echte Herausforderung an.
ISABELS ELTERN
EINE WOCHE BIS ZUR ABFAHRT
Ich falle nicht gern auf, nehme gern den gewöhnlichen Kurs.
Es ist schwer, innezuhalten, zu denken: “Ich will was anderes.”
Der Hauptgrund ist, dass ich mich testen will,
um zu sehen, wozu ich imstande bin.
Wenn du dir vorstellst, dass der Wind aus der Richtung kommt, von da drüben.
Dann kommt der Treibanker in die Ecke.
Tony unterstützt uns an Land.
Er wird mit uns täglich Kontakt haben, wenn wir auf hoher See sind.
Das muss festgezurrt sein.
Es heißt, sie werden viele Rekorde brechen. Stimmt nicht.
Sie werden Rekorde aufstellen, denn das gab es noch nie.
Und genau das beweist, wie schwer es ist.
Wir rudern von San Francisco nach Hawaii, wo wir unsere Vorräte wieder auffüllen.
Dann rudern wir von Hawaii nach Samoa.
Und das letzte Stück ist von Samoa nach Cairns in Australien.
Die gesamte Reise ist 15.641 km weit.
Was ich an dieser Route besonders liebe, ist,
dass kein Männerteam sie gerudert ist.
Das ist das erste Viererboot, das je den Pazifik überquert, Norden oder Süden.
Es gab Momente, da hat mich das total fertiggemacht,
allein die Vorstellung.
Ich bin immer noch ihre Mutter.
Sie wagt sich auf diesen riesigen Ozean,
und ein Teil von mir hat furchtbar Angst.
Ein seltsames Gefühl der Ruhe.
Hoffentlich ist es nicht die Ruhe vor dem Sturm.
Bis später.
Tschüss!
Hab dich lieb!
Wir rudern gleich los.
Es ist total unwirklich.
Einfach unwirklich.
Die Doris lebe hoch!
Hip, hip, hurra!
1. TAG 3.852 KM BIS HAWAII
Es ist so weit.
Die Reise hat begonnen.
Wir sind wirklich mittendrin.
Die Routinen laufen schon etwas glatter,
vor allem beim Ruder wechseln, das ist echt gut.
Man braucht eine Eingewöhnungsphase.
Hallo. Wir haben eben die Stellung gewechselt,
und vor einer Stunde sahen wir einen Wal in der Ferne.
Mein Gott!
Er ist riesig!
Wir hatten noch nie einen Wal gesehen.
Er hat sein Spritzloch rausgestreckt.
Einer brach ganz aus dem Wasser raus.
Ich war vor Angst wie erstarrt.
Total erstarrt, fasziniert.
Das seltsamste Gefühl, das ich je hatte.
Ich würde es mir gern aufheben.
Ich habe mich nie so lebendig gefühlt.
Mein Gott!
So einen Adrenalinstoß empfinde ich nicht oft.
Der erste Tag.
Noch 154 Tage.
00:06 UHR
-Es ist 1:30 morgens. -Ganz genau.
1:30 UHR
Und wir haben soeben unsere erste Nachtschicht im Dunkeln abgeschlossen.
Also schlafen wir bis 3:00 Uhr?
-Und dann... -Ja.
Dann wieder ans Ruder um 3:15 Uhr.
6:24 UHR
Das Leben auf der Doris ist wunderbar simpel.
7:10 UHR
Man muss nur zwei Stunden am Ruder sitzen,
dann hat man zwei Stunden zum Essen oder Schlafen
oder um Dinge zu erledigen, die am Boot anfallen.
Doris ist unser pinkes, 8,8 m langes Ozean-Ruderboot.
Mit zwei Kabinen, eine an jedem Ende.
Die Kabinen sind ungefähr so groß wie ein kleines Zweimannzelt.
Wir haben Sonnenkollektoren oben drauf,
verbunden mit Batterien,
die sich unter dem Bett in der Kabine befinden.
Wenn wir die Batterien aufbrauchen, können wir unser GPS nicht benutzen,
kein Wasser kochen und was sonst noch Strom braucht.
Deshalb müssen wir damit sehr vorsichtig sein.
Setz dich 48 Stunden zu Hause in die Badewanne...
8:17 UHR
...stell dir vor, da ist ein Deckel drauf und du kannst nicht aufsitzen.
So ungefähr ist es in der Vorderkabine.
Zeit fürs Frühstück.
Emma gibt jetzt das Menü durch.
9:22 UHR
Für Frl. Isabel Burnham haben wir Shepherd’s Pie mit Rindfleisch.
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