Siegfried

Siegfried

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SIEGFRIED 2005 sub al sd
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نشرت في: 2007-11-10
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أول 200 سطر.

Es war eine finstere Zeit, als der Rhein sich rot färbte...

vom Blut der Unschuldigen.

Eine Zeit des Tötens und Sterbens, der Kriege und Schlachten...

um den sagenhaften Schatz der Nibelungen,

lange vor unserer Zeit.

Aber es war auch eine Zeit tapferer Recken und wahrer Helden.

Und einer von ihnen überragte sie alle.

Er war der Held der Helden. Der groBe Sohn unseres Volkes.

Das Schicksal führte ihn an jenem Tage zu Mime, dem Schmied,

der gerade am Flussufer ein vortreffliches Schwert prüfte.

Dieser hörte den jungen Recken.

Du armes Männchen!

Haben wir es jetzt?

Schnell wurde Mime klar, dass dies ein besonderes Kind war.

Ja, was hat er denn da? Und dass seine Stärke...

für sein Alter auBergewöhnlich war.

Oh, du bist aber 'n kräftiges Kerlchen.

Das gibt es doch nicht.

Trotz allem beschloss Mime, den Knaben mit in sein Dorf zu nehmen.

Was hat der Schmied denn da? - Was? Ich denke, der ist solo.

Wo hat der denn rumgefummelt? - Mime! Woher hast du das Baby?

Das hab ich aus dem Rhein gezogen. - Was?

Was für ein Wonneproppen! - Ist das süB!

Der bleibt hier. - Wie nennen wir ihn?

Aus dem Rhein rausgezogen? Vielleicht Rainer?

Nein!

Kevin? - Ach, Kevin ist doch asozial.

Sascha! - Dann wird er schwul.

Sicher... Sich... Siegfried! - Fürchterlich.

Der hat ja Hunger! Komm, gib mal her.

Guck mal! Lecker, lecker!

Nun wurde Mime klar, dass es vielleicht doch besser wäre,

den kleinen Siegfried dorthin zu bringen, wo er ihn gefunden hatte: In die Natur.

SchlieBlich war er ein kräftiges Kerlchen. Er würde allein zurechtkommen.

Um Gottes willen!

Siegfried liebte alle Tiere. Und alle Tiere liebten ihn.

Und so lernte er schon früh ihre Sprache.

Mime konnte nun doch nicht anders, als den Knaben bei sich aufzunehmen.

Mime wies ihn in sein Handwerk ein.

Das wird mal dein Schwert.

Baldung!

Baldung! - Ja, Baldung. So soll's heiBen.

Und jetzt du. Da!

Au!

Doch nicht da! Da!

So vergingen die Jahre...

Und aus dem kleinen Knaben wuchs ein junger Recke hervor.

An Kraft und Gestalt war er den anderen weit überlegen.

Hey!

Er hatte immer kühne Gedanken.

Was geht ab? Kann ich mitmachen?

Nein! - Ja!

Nein, bitte nicht. Hilfe! - Super!

Aufhören, lass mich los! - Echt?

Ja!

Spitzenlandung.

Freunde, wer willjetzt? Nichts wie weg hier!

Siggi, ich wüsste einen Freund für dich. - Wen?

Mich! - Dich?

Na klar. Schweine bringen Glück. - Ich will aber kein Schwein als Freund.

Wieso? Passt doch voll super: Ich bin klein und du bist groB.

Ich bin schlau und du bist... - Was?

Äh... stark. - Ach komm. Lass mich doch in Ruhe!

Ok. Du willst mich nicht als Freund. Dann kriegst du nichts als Ärger!

Nichts als Ärger. - Unverschämtheit! Der arme Junge!

Fass nichts an mit deinen Unglückshänden! - Ich hab keine Unglückshände.

Wohl! Doch! - Nein!

Kein Wunder, dass sie vor dir weglaufen. - Mann!

Siggi! Was ist da drauBen los?

Nichts!

Wir müssen mal miteinander reden. - Klar.

Ich fühlte mich immer wie dein Vater. - Echt? Mime, echt?

Ja, Junge.

Irgendwann kommt der Tag, an dem Vater und Sohn...

...zusammen einen trinken gehen? - Nein, der Tag, an dem sie...

...so richtig einen draufmachen! So richtig den Met schlürfen.

Nein, der Tag... - An dem sie... An dem sie...

...auseinandergehen.

Nein, Mime, das kannst du nicht bringen! - Junge, es ist an der Zeit.

Mime, bleib. Bitte, bitte, bitte.

Mime, geh nicht weg.

Was? - Du hast doch deine Schmiede.

Eine Schmiede ist warm, auch im Winter. - So hab ich das nicht gemeint!

Ja, wie denn? - Ach, ist doch egal.

War 'n Witz. - Ein Witz?

Ja, ein Witz. - Ach so!

Mime, der war gut! Super!

Kleine Pannen wie diese brachten Siegfried nicht aus der Ruhe.

Er fühlte sich wohl, liebte das Leben und vor allen Dingen die Tiere.

Mahlzeit. Mahlzeit.

Mahlzeit. - Mahlzeit.

Hey. Danke, Eichhörnchen.

Mahlzeit. - Mahlzeit.

Mahlzeit!

Mahlzeit.

Mahlzeit.

Hilfe!

Hilfe!

Klar! Warte, warte!

Ich helfe dir ja.

Herrin! Kriemhild!

Moment, hier!

Mach die Mücke oder du kriegst 'n paar auf die 12!

12?

Mime!

Mime!

Mime! Mime! - Was ist denn?

WeiBt du, was ich gesehen hab? - Was?

Oh! - Oh?

Ah. - Ah?

Oh! - "Ah" oder "Oh"?

Uh! - Kannst du nicht mehr reden?

Wahnsinn! Ich hab sie gesehen! - Das seh ich.

Warte, warte. So sah sie aus.

So ungefähr. - Wer soll das sein?

Ja, 'ne Frau. Und weiter? - Genau.

Da! Das ist von ihr.

Hast du das kaputtgemacht?

Feines Stöffchen. Das ist bestimmt von der Burg. Das wird doch nicht...

Ist das etwa von Kriemhild? - Genau.

Kriemhild! - Die war bei uns im Wald?

Ja...

Schlag dir das aus dem Kopf, Junge. Das ist 'ne Prinzessin.

Siggi, was hast du da?

Boah, hey, 'ne neue Alte kennen gelernt? - Das ist keine Alte.

Das ist 'ne Prinzessin. - Wow, 'ne Pinzessin... Super!

Ja, hast du sie schon... - Was?

...volle Möhre geknutscht? - Ich... Ja, klar.

Nie und nimmer! Du weiBt doch gar nicht, wie das geht! Aber das ist ganz einfach!

Echt? - Pass auf, ich zeig's dir.

Also... Meine Backen, das wären jetzt ihre zwei Backen, ok?

Klar.

Ok. Du musst über eine Backe streichen, so, mit der Hand. Mach mal.

Cool, cool. Und jetzt die andere Hand auf die andere Backe.

Und jetzt? - Jetzt gibst du ihr 'n Kuss.

'N Kuss? Wohin? - Erst auf die rechte Backe.

Schön.

Dann auf die linke Backe.

Schön. Und jetzt mitten auf den Mund!

Du Sau! - Oh, Entschuldigung.

Nun verging keine Nacht mehr, in der Siegfried nicht...

von seiner Begegnung im Wald träumte.

Mime träumte von dem Tage, an dem Siggi in die Welt hinausziehen würde...

und er wieder in Frieden leben könnte.

Siggi aber dachte nur noch an Kriemhild.

Keine Angst. Ich passe auf dich auf.

Warum lässt du mich dann allein?

Warum kommst du mich nicht holen? Ich warte auf dich! - Echt?

Echt?

Mime! Mime!

Was? Was ist? - Die Kriemhild! Die Kriemhild!

Mann, die Kriemhild! - Nicht schon wieder!

Seit einer Woche dasselbe Theater! - Sie hat gesagt,

sie wartet auf mich! - Du hast geträumt.

Was? Schon wieder? - Ja! Und jetzt leg dich wieder hin.

Sie hat also nichts gesagt? Alles nur geträumt.

Hm.

Moment mal. Was hat sie noch mal gesagt? - Sie hat gesagt,

ich soll zu ihr kommen. - Das hat sie wirklich gesagt?

Klar!

Du hast dich nicht verhört? - Nein, nein.

Da bist du ganz sicher? - Ja! Ja!

Ja, Junge. Worauf wartest du dann noch?

Du wirst uns allen natürlich fehlen.

Meint ihr, ich soll wirklich gehen? Ja! Ja! Ja!

Hier, dein Schwert. - Oh.

Baldung.

Danke, Mime! - Mein lieber Siggi,

alles Gute! Und gute Reise. Gute Reise,

gute Reise!

Wenn du irgendwann nicht weiter weiBt... - Dann komm ich sofort zurück.

Nein, nein.

Dann... Dann schaust du nach oben in den groBen Himmel.

Von da kommt immer 'ne Antwort.

Danke. Das merk ich mir.

Tschüss, mein Junge. - Tschüss, Mime!

Tschüss!

Tschüss.

Tschüss.

Mime!

Mime!

Mime! Warte!

Mime!

Siegfried begriff nicht, wieso plötzlich alle verschwunden waren.

SchlieBlich liebte ihn doch jeder hier, genauso wie er jeden liebte.

Er fühlte sich plötzlich sehr einsam.

Noch einmal blickte er voller Wehmut zurück auf sein Dorf,

von dem er nicht genau wusste, wann er es wiedersehen würde.

Nur der Gedanke an Kriemhild konnte ihn auf seinem Weg in die Fremde...

ein wenig von seinem Trübsinn ablenken.

Sollte er am Ende keinen einzigen Freund haben?

Doch einen gab es, der nur allzu gerne sein Weggefährte sein wollte.

Kumpel, warte. Bist du bekloppt? Das packst du nicht allein! Null Chance.

Aber wenn du mich mitnimmst, dann hast du Schwein bei der Frau. Volle Möhre!

Was soll ich mit einem Schwein bei ihr? Komm, geh nach Haus. Das ist besser.

Ok, null Problem. Wenn du meinst, das ist besser. Schade.

3 Wochen und 3 Tage schritt Siegfried über Berg und Tal.

Doch er konnte die Burg nicht finden.

So suchte er Rat bei seinen Freunden, den Tieren.

Platz da!

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