أول 200 سطر.
Mom?
Mom? Bist du hier draußen?
Carly, hilf mir!
Hilf mir!
Carly.
Mom?
Carly!
Mom, bist du hier?
Hilf mir!
Mom?
Carly.
Ich bin hier.
Nur noch ein kleines Stückchen weiter. Ich bin hier.
Mom.
Oh, Liebling. Was machst du da?
Siehst du denn nicht,
worin du da stehst?
Martin - Hey, Carly, ist lange her... Wie ist's, wollen wir mal wieder reden?
Oh, Scheiße. Martin...
-Hey. -Zeit für 'n Wein?
Auf jeden Fall. Zeig mir das Haus!
Ich...ich bin unterwegs. Schick mir die Adresse!
-Okay, bis gleich. -Tschüss.
Was?!
Na schön.
Ich habe mich schon gefragt, was ich hier draußen eigentlich mache,
-aber dafür war's das wert. -Hi...
-Ist zu lange her. -Endlich... Lass dich mal ansehen.
Du siehst scheiße aus. Was ist los?
-Ebenso, schön dich zu sehen, Big City. -Hier, mein Arbeitsplatz, da oben.
Arbeitest du hier oder passt du aufs Haus auf?
-Ein wenig von beidem. -Okay.
Wenn meine Entwürfe angenommen werden, könnte das was Langfristiges werden.
Nicht das Haus natürlich.
Ich bin so froh, dass du wieder da bist.
Nehme ich mir noch eins? Ja, oder?
-Ich nehme noch eins. -So gut.
Ja.
Was geht sonst noch ab? Erzähl mal, was habe ich verpasst?
Martin hat mir geschrieben.
-Martin? -Ja.
-Wirklich? -Ja. Vorhin, als ich losgefahren bin.
-Wow. -Wir hatten keinen Kontakt mehr seit...
Gott, das müssen jetzt sechs oder sieben Jahre sein, keine Ahnung.
Ja. Hast du ihm geantwortet?
Nein. Ich ertrage das alles einfach nicht mehr, weißt du?
Gut. Niemand braucht seine verrückten Theorien,
nach dem, was deiner Mutter passiert ist.
Ich wusste gar nicht, dass ich dir noch so gut zuhören kann,
nach allem, was du durchgemacht hast.
Du machst das ganz gut, okay?
Aber dieses Thema ist viel zu heftig für ein Glas Wein.
Das lässt sich leicht beheben.
Nein, nein, nein. Ich... Ich muss noch fahren.
Und ich sollte wirklich jetzt los.
-Nicht dein Ernst. -Doch.
-Schon wieder? -Ja. Ich hab' dich doch jetzt wieder.
Wir können das noch so viele Male machen.
Okay.
Danke. Wir sehen uns bald wieder.
-Mach's gut. -Bis dann.
Martin - Hey, Carly, ist lange her... Wie ist's, wollen wir mal wieder reden?
Ich hab's nicht so mit Social Media. Aber probieren kann ich's ja mal.
Eine neue Nachricht erhalten
Morgen? Bei Patio um 17 Uhr?
-Hey. -Hey.
Du mochtest doch immer Cola. Also hab' ich dir eine Cola bestellt.
Danke.
Wie geht es dir? Wie...wie kommst du denn zurecht?
Mir geht's ganz gut. Hab' einen Job, ich mache LKW-Aufbauten.
-Ist viel zu tun, schweißen und so. -Hast du denn noch das Haus,
-bei, bei The Bench? -Ja.
Ist schön dort.
Also, was ist los?
Vor ein paar Tagen kam ein Anruf von so 'ner Medizintechnik-Firma im Valley.
Äh, die haben mir Geld angeboten, um bei einer Studie mitzumachen.
Also fuhr ich da hin. Und als ich ankam, waren dort echte Krankenhauspatienten.
Was? Ist ja merkwürdig.
Ja, aber eine Patientin war deine Mom, Carly.
Es, es war Angela.
Und, und die wussten irgendwie, dass ich sie kannte.
-Mir wurde das vorher nicht gesagt. -Moment, was? Sie ist in einer Klinik?
Ist sie krank?
Carly, sie liegt im Koma. Deine Mutter, sie ist vollständig gelähmt.
-Im Koma? Was ist passiert? -Das hat mir keiner gesagt.
Hingebracht hat sie die Strafvollzugs- behörde, sie gilt noch als Verbrecherin.
Anscheinend aber wurde es erlaubt,
dass sie als Patientin bei dieser medizinischen Studie teilnimmt.
Hast du sie wirklich gesehen?
Ja. Als ich sie erkannt habe, bin ich sofort abgehauen, aber ja.
Die wollten deine Kontaktdaten haben.
Ich habe nichts gesagt. Du hast ja deinen Namen geändert, aber die finden dich.
Tut mir leid, unser Verhältnis ist komisch.
Ehrlich, ich verstehe, wieso du wütend auf mich bist.
Ist schon gut, du musst dich nicht entschuldigen.
Ich... Das war damals echt schwer für mich.
Ich konnte das alles nicht mehr hören. Okay? Alles gut.
THERAPOL MEDIZINISCHER DIENST
-Hallo? -Ist, ist da Miss Spencer?
-Ja, das bin ich. -Hi, mein Name ist Michael Dolos
-von Therapol. -Ich weiß, wer Sie sind.
-Okay. -Mein Freund Martin hat Sie angekündigt.
Ja... Ihre Mutter Angela ist Patientin bei uns.
Ich würde gern wissen, ob Sie vielleicht bereit wären, Sie hier zu besuchen.
Leider geht es ihr nicht besonders gut.
Miss Spencer?
Äh, ja. Ich bin noch dran.
Was ist ihr passiert? Ich verstehe nicht, wieso ist sie in einer Klinik?
Es tut mir leid, wir dürfen am Telefon keine Informationen herausgeben.
Aber wenn Sie herkommen, können wir Ihnen alles erklären.
Es ist für uns eine sehr ungewöhnliche Situation.
-Ja, gut, ich komme. -Okay, großartig.
Äh, passt es morgen?
-Ja, ja... -Gut, ich schicke Ihnen die Adresse zu.
Haben Sie vielen Dank, Miss Spencer. Wir sehen uns morgen.
-Miss Spencer. -Morgen.
Morgen, ich bin Michael. Wir haben gestern Abend telefoniert.
Vielen Dank, dass Sie gekommen sind. Das freut mich sehr.
Folgen Sie mir bitte.
Äh, was, was ist das hier?
Therapol ist ein neues Unternehmen für bildgebende Verfahren.
Wir werden zum Teil von der Regierung, zum Teil aus privaten Quellen finanziert.
Wir entwickeln hier Spitzentechnologie, die das Leiden der Patienten lindern kann.
Zumindest ist das unser Ziel. Viele der Technologien sind so neu,
dass sie außerhalb dieses Gebäudes noch kaum bekannt sind.
Hier entlang.
Nach Ihnen. Bitte, äh, nehmen Sie Platz.
Okay, das ist Daniel. Er ist unser führender Forscher hier.
Hi. Freut mich Sie kennenzulernen.
Daniel hat einen Doktorgrad in gleich zwei Bereichen:
biomedizinische Bildgebung und Neurologie.
-Okay. Und, äh, und Sie? -Ich bin in erster Linie Physiker.
Wie auch immer, danke, dass Sie hergekommen sind.
Wir...wissen, dass das keine ideale Situation ist.
Unser Labor kooperiert mit Krankenhäusern und Gefängnissen,
um mögliche Probanden für unsere Forschung zu finden.
Wir haben sehr spezifische Anforderungen.
Ja, äh... Ich habe mit meiner Mutter schon sehr lange keinen Kontakt mehr.
Ich weiß nicht, was in den letzten Jahren mit ihr los war.
Aber Martin, den Sie wohl kennen, sagte mir, dass sie im Koma liegt.
Stimmt...stimmt das?
Ja, leider.
Ihre Erkrankung ist sehr selten. Man nennt sie LIS -
oder Locked-In-Syndrom. Der Patient ist eigentlich bei vollem Bewusstsein,
aber kann sich überhaupt nicht bewegen,
aufgrund einer Paralyse aller willkürlichen Muskeln im Körper.
Wieso? Ich meine, was ist passiert?
Nun, bei Ihrer Mutter scheint es auf einer
Hirnverletzung und einem Trauma zu beruhen.
Es gab da wohl einen Vorfall im Gefängnis.
Ihr Pseudokoma ist sehr ungewöhnlich.
Sie kann nicht selbst atmen, nicht mal die Augen bewegen.
Sie ist also vollständig gefangen.
Aber ihr Verstand ist sehr aktiv.
Sie kommuniziert nur nicht mit uns in der Simulation. Einzig nach Ihnen fragt Sie.
Äh, "Simulation"?
Ja. Deswegen haben wir Sie gebeten, herzukommen.
Stellen Sie sich das, was wir hier bauen, als eine Art zweite Realität
für alle Sinne vor. Ihre Gedanken etwa, wohin Sie Ihre Hand bewegen,
werden vom Motorcortex gesteuert. Wir leiten diese Impulse weiter an eine
digitale Version von Ihnen. Und in dieser virtuellen Welt treffen Sie Ihre Mutter.
Sie betreten quasi ein fremdes Bewusstsein.
Das Ihrer Mutter. Es kann sehr verwirrend für den Außenstehenden sein,
denn ein Teil eines Ortes, eine Erinnerung verschmilzt eventuell mit anderen Dingen.
Ein bisschen wie in einem Traum. Verstehen Sie?
Äh...
Wir möchten Ihnen noch sagen, dass wir von dem Schuldspruch Ihrer Mutter wissen.
Wir können uns gut vorstellen, dass Ihre Beziehung zu ihr kompliziert ist.
Um zu erfahren, ob wir ihr helfen,
müssen wir wissen, wie es ihr mental geht,
ob die Behandlung ihr Leben verbessert.
Sie wollen also, dass ich mit ihr kommuniziere.
Bringen Sie sie dazu, sich zu öffnen. Wie geht es ihr?
Wir wollen wissen, ob wir ihr Leben irgendwie erleichtern können.
Also gut, fangen wir an.
Dieses System legt fest, wie Sie in der Simulation aussehen.
Bitte strecken Sie die Arme aus, als wären Sie ein T.
-Ja, okay. -Super.
Okay. Drei, zwei, eins.
Sehr gut.
Carly, äh, warten Sie.
Bevor Sie reingehen, denken Sie daran, Ihre Mutter ist in schlechter Verfassung.
Sie dürfen sich nicht erschrecken. Nahe Angehörige kann das schockieren,
wenn man so was zum ersten Mal sieht.
Oh mein Gott.
Die Wachen sagten, sie wurde über die Jahre immer gewalttätiger.
Sie verletzte sich selbst, hatte psychotische Halluzinationen.
Schließlich kam es zu einer Hirnverletzung.
Carly, Sie werden hier liegen.
Bitte die Schuhe ausziehen. Ihre Sachen legen Sie hier ab.
Okay. Bitte den Kopf drehen.
Darüber werden die Daten in Ihrem Gehirn in die Simulation übertragen, okay?
Ist das zu eng?
-Einfach zurücklehnen. -Nein, das ist gut. Okay...
Wir sorgen im Kontrollraum dafür, dass es Ihnen gut geht.
Äh, Moment. Wenn ich da drin bin, kann ich dann mit Ihnen sprechen?
Ja, wir können Sie hören und sehen.
Sie können uns aber nicht hören. Wenn Sie darum bitten,
-können wir Sie sofort rausholen, okay? -Okay.
NEURALE SIMULATIONS-VERKNÜPFUNGSEINHEIT
No comments yet. Be the first to leave one.